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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 35. Eschwege

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Staufenbühl

Wüstung · 280 m über NN
Gemarkung Eschwege, Gemeinde Eschwege, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Kapelle; Wüstung

Lagebezug:

3 km südsüdwestlich der Stadtmitte von Eschwege befindet sich die Kleine Kuppe, die früher Staufenbühl genannt wurde. Dort stehen die Kirchenreste der Wüstung Staufenbühl (hier lokalisiert). Der Ort selbst muss unmittelbar an der Kuppe gelegen haben.

Lage und Verkehrslage:

Bei einer Begehung konnte H. Fritsche 1978 am Hang der Kleinen Kuppe dicht südwestlich unterhalb des Gipfels im Bereich mehrerer grubenartiger Vertiefungen beinahe ein Dutzend Scherben aus dem Hochmittelalter entdecken. Die Keramikfunde belegen, dass die Wüstung Staufenbühl unmittelbar an der Kuppe mit der Kirche gelegen haben muss.

Gemäß AG Eschwege stammen von der Wüstung Staufenbühl (4826: 3572830 / 5669800), außerhalb des Walles, drei sehr kleine, wohl spätmittelalterliche Scherben, die 1994 gefunden wurden.

Auf dem mit Gras bewachsenen Gipfel waren laut K. Sippel 1986 noch sieben große Sandsteine des Kirchenfundaments zu sehen, die einen rechten Innenwinkel bilden. In Aufschlüssen traten Ziegelstücke und Mörtelreste zutage. Neben diesen geringen Mauerresten wurden aber dort keine Funde gemacht.

Ersterwähnung:

1338

Letzterwähnung:

1499

Siedlungsentwicklung:

1436 wurde es noch "Dorf" genannt.

Historische Namensformen:

  • Stophenbul (1338)
  • Stofenbul (1342)
  • Stoyffinbul (1372)
  • Stoffenbul pober Eschwege (1390) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra 998. 68. 1474. 1480]
  • Stouffinbuel (1490-99) [Depos. v. Boyneburg]
  • Kleine Kuppe
  • Kuppe, Kleine

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1436)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3572810, 5669960
UTM: 32 U 572707 5668131
WGS84: 51.1599976° N, 10.03975383° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63600303010

Einwohnerstatistik:

  • 1436: Dorf
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

Altkreis:

Eschwege

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Die von Uslar schenkten 1372 ihre Kapelle mit dem Patronatsrecht dem Wilhelmitenkloster in Witzenhausen. Die Übergabe fand aber erst 1403 statt. Nach Bach (Kurze Geschichte 19 Anm. 1) war Staufenbühl eine Wallfahrtskirche.

Patronat:

s. u. "Ortskirche"

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Staufenbühl, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6987> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde