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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 35. Eschwege

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Schwebda

Ortsteil · 165 m über NN
Gemeinde Meinhard, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg; Dorf; Hof; Schloss; Sonstiges

Lagebezug:

3,5 km ostnordöstlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Eschwege/Niederhone - Leinefelde ("Kanonenbahn (I)"); Strecke ab hier bis zur thüringischen Landesgrenze an 9. März 1981 stillgelegt.

Endbahnhof der Eisenbahnlinien Meinhard/Schwebda - Treffurt ("Werratalbahn (II)") seit 1902 (Strecke zwischen 1945 und 1958 stillgelegt) und Meinhard/Schwebda - Heiligenstadt ("Eichsfelder Bimmelbähnchen") von 1914 bis zur Stillegung der Teilstrecke ab hier bis zur Landesgrenze am 9. März 1981 (Der Rest der Strecke wurde bereits 1949 stillgelegt).

Ersterwähnung:

(775-786)

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3577257, 5674054
UTM: 32 U 577152 5672224
WGS84: 51.19620749° N, 10.10419007° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636007070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 862, davon 475 Acker (= 55.10 %), 60 Wiesen (= 6.96 %), 239 Holzungen (= 27.73 %)
  • 1961 (Hektar): 871, davon 270 Wald (= 31.00 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Schwebda: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 9. Jh.: Thüringen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Harz-Departement, Distrikt Heiligenstadt, Kanton Wanfried
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • 1822: Kurfürstliches Justizamt Eschwege
  • 1834: Kurfürstliches Justizamt Eschwege II
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Meinhard zusammengeschlossen, deren Ortsteil Schwebda seitdem ist.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 775: Besitz des Klosters Hersfeld in Schwebda.
  • 1417 gehörte das Dorf den Keudell und von Eschwege (Huyskens 121),1585 gehörte es dann nur noch den Keudell.
  • Sie hatten einen Teil des Besitzes zu hessischem Lehen, 1826 das Dorf (Rev.).

Ortsadel:

Adlige von Schwebda sind von 1243 bis 1584 oder 1585 belegt (Adelsrepos. v. Schwebda).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Die Pfarrkirche s. Stephani protomartyr wurde 1340 vom Cyriacus-Kloster in Eschwege bestellt (Huyskens 62) und unterstand dem dem Offizial von Heiligenstadt (das. 446).

Pfarrzugehörigkeit:

Die protestantische Pfarrei der Klasse Eschwege hatte 1872 als beständiges Vikariat Frieda (Hochhuth 308).

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Rose 11.9.1526 bis ca. 1560, unbekannt, seit wann evangelisch

Reformierter Bekenntniswechsel, unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1627-1628 lutherisch, nach 1618 wieder reformiert.

Kirchliche Mittelbehörden:

Die Pfarrkirche s. Stephani protomartyr stand unter dem Offizial von Heiligenstadt.

1872 gehörte die protestantische Pfarrei zur Klasse Eschwege.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schwebda, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6930> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde