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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 46. Netra

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Renda

Ortsteil · 380 m über NN
Gemeinde Ringgau, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km südsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

3 km südsüdwestlich von Netra auf der sog. Ringgauhochfläche gelegen

Ersterwähnung:

(775-786)

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3575429, 5659758
UTM: 32 U 575325 5657933
WGS84: 51.06797147° N, 10.07505434° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636010050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 971, davon 803 Acker (= 82.70 %), 75 Wiesen (= 7.72 %), 41 Holzungen (= 4.22 %)
  • 1961 (Hektar): 971, davon 119 Wald (= 12.26 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Renda: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 9. Jh.: Thüringen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Netra
  • 1814-1818: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1818-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Netra
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Gericht Treuschbuttlar
  • vor 1822: Amt Netra
  • 1822: Justizamt Netra
  • 1867: Amtsgericht Netra
  • 1879: Amtsgericht Netra
  • 1932: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Ringgau zusammengeschlossen, deren Ortsteil Renda wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 775: Besitz des Klosters Hersfeld in Renda
  • 1450 war Renda fuldisches Lehen der Treusch von Buttlar, seit 1539 hessisches Lehen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Ein 'archipresbiter' zu Renda wird aus dem 13. Jahrhundert genannt (UA Kreuzberg).

Pfarrzugehörigkeit:

Die Pfarrei verlieh 1449 der Abt von Hersfeld (UA Hersfeld).

Zur protestantischen Pfarrei gehörten 1872 die Höfe Altefeld und Heidelberg.

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Zacharias Ellenberg 1569-1607, zunächst lutherisch, später reformiert, nahm seine Zustimmung zu den Verbesserungspunkten zurück und wurde daraufhin abgesetzt.

Kirchliche Mittelbehörden:

Renda erlangte im Hochmittelalter einen besonderen Rang als Sitz eines Erzpriestersprengels.

Das Subsidienregister des Sprengels enthielt 1505 unter anderem die Pfarreien Berneburg, Breitau, Diemerode, Herleshausen und Ulfen.

Protestantische Pfarrei der Klasse Eschwege (1872)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Renda, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6724> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde