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4725 Bad Sooden-Allendorf
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Ottersbach

Wüstung · 318 m über NN
Gemarkung Kammerbach, Gemeinde Bad Sooden-Allendorf, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg; Dorf; Wüstung

Lagebezug:

6,5 km südwestlich Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

2 km südwestlich Kammerbach auf dem Westufer des Otterbachs gelegen

Flurnamen: "Vor der Kirche", "Kirchhöfchen" und "Vor dem Schlosspfuhl"

Ersterwähnung:

1300

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1395: Dorf
  • 1461: Wüstung
  • 1463: Dorf

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3562283, 5680410
UTM: 32 U 562184 5678577
WGS84: 51.25515902° N, 9.891104249° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63600106004

Flächennutzungsstatistik:

  • 1414; 2 V2 Huben genannt
  • 1444: 9 Huben
  • 1471: 4 1/2 Huben
  • 1498: 14 1/2 Huben
  • 1556: 250 Acker Land, 87 Acker Wiesen, 410 Acker Wald: insgesamt 747 Acker

Einwohnerstatistik:

  • 1414: 3 Zinspflichtige genannt
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1375/85: fuldisches Lehen
  • 1498: 1/3 landgräflich

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1395: Ortsgericht
  • 1414 und 1498: Gericht Bilstein
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1300: Die Gebrüder von Rusteberg tauschen mit Landgraf Heinrich ihre Güter zu Ottersbach.
  • 1354: Revers der Gebrüder von Völkershausen, daß sie zu Ottersbach eine Kemenate und Wohnung bauen und von Landgraf Ludwig zu Lehen haben sollen.
  • 1375/85: Burghard von Ziegenberg bittet den Abt von Fulda um Belehnung mit Ottersbach, wie es seine Vorfahren innehatten.
  • 1395: Hans von Völkershausen hat Dorf Ottersbach von Landgraf Hermann zu Lehen mit Ausnahme des Teils, den der Landgraf innehat.
  • 1414: Hans von Völkershausen hat von Landgraf Ludwig 1/3 Gericht und Dorf Ottersbach zu Lehen.
  • 1416: Apel Appe hat mit landgräfliche Genehmigung von Hans von Völkershausen 2 Drittel Gericht und Dorf Ottersbach gekauft.
  • 1438: Apel und Hans Appe haben von Landgraf Ludwig 2 Drittel Gericht und Dorf Ottersbach zu Lehen.
  • 1463: Landgraf Ludwig verschreibt dem Joh. und Härtung von Eschwege die Güter, die ihr Schwager Apel Appe innehatte, darunter 2 Drittel Gericht und Dorf Ottersbach mit 2 1/2 Huben, Wiesen und Teichen.
  • 1474: Revers der genannt von Eschwege über Belehnung durch Landgraf Wilhelm mit 2 Drittel Gericht und Dorf Ottersbach; folgend Reverse bis 1837.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1624: Besoldungsstück des Pfarrer von Orferode eine Wiese und Holz zu Ottersbach. Ottersbach gehörte offenbar mit Kammerbach zum Kirchspiel Orferode. Der Kirchhof zu Ottersbach gehörte noch Ende 19. Jahrhundert zu den Besoldungsstücken des Pfarrer zu Orferode.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ottersbach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6652> (Stand: 5.10.2018)
 
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