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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 35. Eschwege

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Niederdünzebach

Stadtteil · 170 m über NN
Gemeinde Eschwege, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3 km km ostsüdöstlich der Stadtmitte von Eschwege gelegen

Ersterwähnung:

1263

Siedlungsentwicklung:

Gemäß Reimer dürfte auch die urkundliche Erwähnung von "Thuncenbach" 1263 auf Niederdünzebach gedeutet werden. Zwischenzeitlich fiel der Ort wüst (1444 und 1471 belegt), war aber zumindest 1516 wieder bewohnt, als eine Kirche gebaut wurde.

Historische Namensformen:

  • Thuncenbach (1263)
  • Inferius Tunzebach (1308)
  • Niedern Tuntzebach (1367)
  • Unterduntzebach (1747)
  • Dünzebach, Nieder-
  • Nieder-Dünzebach

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3576728, 5672010
UTM: 32 U 576624 5670181
WGS84: 51.17790931° N, 10.0961875° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636003050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 425, davon 287 Acker (= 67.53 %), 46 Wiesen (= 10.82 %), 44 Holzungen (= 10.35 %)
  • 1961 (Hektar): 423, davon 64 Wald (= 15.13 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Niederdünzebach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Bischhausen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Bischhausen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Aue
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Bischhausen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Vertraglich wurde 1602 den von Boyneburg das Untergericht belassen, während Hessen die peinliche Gerichtsbarkeit zustehen sollte (Kopp, Gerichtsverf. 1, Beil. 89).
  • 1818: Justizamt Bischhausen
  • 1822: Justizamt Eschwege
  • 1834: Justizamt Eschwege II
  • 1837: Justizamt Eschwege I
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Eschwege eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Mit der Wüstung Niederdünzebach samt Kirchlehen belehnte man 1444 und 1471 die von Boyneburg-Hohenstein (Lehenbrief u. Rev. 1471 - 1787).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1392 wurde ein Kirchhof genannt.
  • Da die zum Archidiakonat Heiligenstadt gehörende Kirche 1516 erbaut wurde, kann der Ort damals keine Wüstung mehr gewesen sein.

Pfarrzugehörigkeit:

Pfarrei der Klasse Eschwege

Filial Oberdünzebach

Vikariat Aue

Patronat:

Kirchenpatrone waren die von Boyneburg.

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johann Weidemann 1564 bis ca. 1572, versah ab 1569 auch Aue

Reformierter Bekenntniswechsel, unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1627-1628(?) lutherisch, danach wieder reformiert.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat Heiligenstadt (1516)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Niederdünzebach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6540> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde