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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 34. Waldkappel

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Niddawitzhausen

Stadtteil · 180 m über NN
Gemeinde Eschwege, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

Am kleinen Bachtal des Petersbachs in hügeligem Gelände gelegen

Ersterwähnung:

1073

Historische Namensformen:

  • Nidiwizzeshusun (1073)
  • Nidewizehusin (1213)
  • Niddewitishusen (1291)
  • Nedewetshusen (1414)
  • Niedtweshusen (1523)
  • Nidewitzhausen (1585)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3568968, 5671966
UTM: 32 U 568867 5670137
WGS84: 51.17850186° N, 9.985226018° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636003040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 336, davon 241 Acker (= 71.73 %), 20 Wiesen (= 5.95 %), 35 Holzungen (= 10.42 %)
  • 1961 (Hektar): 339, davon 35 Wald (= 10.32 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Niddawitzhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • ab 1414: Amt Bilstein
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Bilstein
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Bilstein
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Aue
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Bilstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Gericht, Gebot und Verbot waren landesherrlich (1498 und später).
  • 1814-1821: Kurfürstliches Gericht Bilstein
  • 1822: Kurfürstliches Justizamt Eschwege
  • 1834: Kurfürstliches Justizamt Eschwege II
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Eschwege eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1073 tauschte Abt Hartwig von Hersfeld von dem Freien Sigebodo das Gut Vierbach gegen Überlassung der lebenslänglichen Nutznießung der Orte Niddawitzhausen und Eltmannshausen ein (UB Hersfeld, Nr. 110).
  • Bereits 1498 waren die Diede Ortsherren, was sie bis zu ihrem Aussterben blieben.
  • Gericht, Gebot und Verbot waren aber landesherrlich.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Der Erzbischof von Mainz inkorporierte 1337 dem Kloster Petersberg die Pfarrkirche, deren Patronat diesem der Abt von Hersfeld geschenkt hatte (UA Petersberg).

Pfarrzugehörigkeit:

Zur protestantischen Pfarrei gehörten 1872 als Filiale Eltmannshausen und Weidenhausen.

Patronat:

Kloster Petersberg

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Heinrich Schell 1530, 1538

Kirchliche Mittelbehörden:

Protestantische Pfarrei der Klasse Eschwege (1872)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Niddawitzhausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6536> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde