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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 26. Asbach

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Motzenrode

Ortsteil · 270 m über NN
Gemeinde Meinhard, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km nordnordwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

4 km nordwestlich von Grebendorf unterhalb des Hohesteins gelegen

Ersterwähnung:

1291

Historische Namensformen:

  • Mozcenrode (1371)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3572612, 5678334
UTM: 32 U 572509 5676502
WGS84: 51.23528112° N, 10.03861574° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636007050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 252, davon 137 Acker (= 54.37 %), 10 Wiesen (= 3.97 %), 88 Holzungen (= 34.92 %)
  • 1961 (Hektar): 408, davon 75 Wald (= 18.38 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Motzenrode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Harz-Departement, Distrikt Heiligenstadt, Kanton Allendorf
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Dorf des Gerichts Jestädt, dann 1585 des Gerichts Boyneburg
  • 1822: Kurfürstliches Justizamt Eschwege
  • 1834: Kurfürstliches Justizamt Eschwege II
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform in die Gemeinde Meinhard eingegliedert, deren Ortsteil Motzenrode seitdem ist.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Dorf war 1451 zu 6/8 mit dem Gericht Lehen der von Dörnberg. Zudem besaßen die von Welden und von Hundelshausen je 1/8. Nachdem die von Eschwege schon dortige Güter zu Lehen getragen hatten (Rev. 1455-86), reversierten sie sich 1490 wegen Motzenrode mit Gericht, Recht und allem Zubehör. Gemäß Schmincke (Das Gericht Jestädt, ZHG 10, 36-38) erwarben die von Boyneburg genannt Hohenstein, 1498 die Besitzungen der von Eschwege. Sie verbanden diese mit ihrem bisherigen braunschweigischen Lehenbesitz. Deswegen gehörte Motzenrode 1585 zum Gericht Boyneburg.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Filial von Jestädt (1872)

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Motzenrode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6482> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde