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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 46. Netra

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Wommen

Ortsteil · 210 m über NN
Gemeinde Herleshausen, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

19,5 südsüdöstlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

3,5 km westsüdwestlich von Herleshausen an der alten hessisch-thüringischen Grenze an einem Bogen der Werra gelegen

Ersterwähnung:

1268

Siedlungsentwicklung:

Kaiser Heinrich II. bestätigte seiner Gemahlin Kunigunde 1021 die Schenkung ihrer Güter zu Herleshausen - wozu auch Wommen zählte - an das Stift Kaufungen.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Kaiser Heinrich II. bestätigte seiner Gemahlin Kunigunde 1021 die Schenkung ihrer Güter zu Herleshausen - wozu auch Wommen zählte - an das Stift Kaufungen.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3578747, 5653845
UTM: 32 U 578642 5652023
WGS84: 51.01438522° N, 10.12109715° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636005110

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 368, davon 226 Acker (= 61.41 %), 42 Wiesen (= 11.41 %), 52 Holzungen (= 14.13 %)
  • 1961 (Hektar): 361, davon 59 Wald (= 16.34 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Wommen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Amt Sontra
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Netra
  • 1814-1818: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1818-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Netra
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Nach der Reformation war Wommen Sitz eines gleichnamigen Gerichtsstuhls, dem Richelsdorf und Teile Weißenhasels sowie die Höfe Erdmannshain und Ziegelhof unterstanden.
  • vor 1822: Amt Netra
  • 1822: Justizamt Netra
  • 1867: Amtsgericht Netra
  • 1879: Amtsgericht Netra
  • 1932: Amtsgericht Sontra

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur Gemeinde Herleshausen zusammengeschlossen, deren Ortsteil Wommen seitdem ist.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Reinh. von Brandenburg verkaufte 1364(94?) all sein Gut, Gericht und Recht im Dorf Wommen an die von Colmatsch (UA v. Colmatsch).
  • Es war seit 1497 ihr Lehen vom Kloster Kaufungen, 1544 und 1558 von Hessen (Rev.). Bei der Familie von Colmatsch verblieb es bis 1592.
  • Das Lehen kam nun zunächst an die Treusch von Buttlar und Landgräfin Juliane, dann 1641 an die von Geyso, die es seit 1663 mit denen von Brinck teilten (Rev. 1641-1788).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Die Kirche erhielt 1507 einen mainzischen Ablassbrief (Hochhuth).

Pfarrzugehörigkeit:

Die Kirche war 1538 (Weimar, Gesamtarchiv D 337) ebenso wie 1872 Filial von Herleshausen (Hochhuth 382).

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wommen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7313> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde