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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 39. Frankenau

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Römershausen

Ortsteil · 330 m über NN
Gemeinde Haina (Kloster), Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7,5 km südöstlich von Frankenberg (Eder)

Lage und Verkehrslage:

Kleines Dorf am Nordrand des Burgwaldes nördlich des Struthbaches, das sich entlang der Heckwaldstraße erstreckt. Verkehrsanbindung an die L 3073 (Frankenberg-Haina)

Letzterwähnung:

(1197-1200)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1231)
  • Dorf (1577)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3493095, 5655562
UTM: 32 U 493024 5653740
WGS84: 51.03516208° N, 8.900503093° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635013120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 213, davon 144 Acker (= 67.61 %), 34 Wiesen (= 15.96 %), 9 Holzungen (= 4.23 %)
  • 1928: Eingemeindung von Teilen der aufgelösten Oberförsterei Oberholzhausen
  • 1961 (Hektar): 719, davon 16 Wald (= 2.23 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1502: 6 wehrhafte, 4 unwehrhafte Männer
  • 1577: 13 Hausgesesse
  • 1747: 14 Haushaltungen
  • 1885: 139, davon 139 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 132, davon 124 evangelisch (= 93.94 %), 2 katholisch (= 1.52 %)

Diagramme:

Römershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1354: Erzstift Mainz, Gericht Bulenstrut (direkt dem Erzbischof unterstellt)
  • 1464: Kloster Haina, Gericht Bulenstrut
  • 1530: Landgrafschaft Hessen, Gericht Bulenstrut
  • 1577: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Rosenthal
  • 1604: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Rosenthal
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Amt Rosenthal
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Rosenthal
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Gemünden
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Rosenthal
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Frankenberg

Gericht:

  • 1464: Gericht Bulenstrut
  • 1577: Gericht Bulenstrut
  • 1629: Gericht Sehlen
  • 1821: Justizamt Frankenberg
  • 1832: Justizamt Frankenau
  • 1853: Justizamt Frankenberg
  • 1867: Amtsgericht Frankenberg

Herrschaft:

Obwohl erst später belegt, gehört Römershausen herrschaftlich zu dem bereits um 1230 erwähnten Gericht Bulenstrut, das 1317 im Besitz des Mainzer Erzbischofs ist. In der Folge wird dieses von Mainz häufig zusammen mit Burg und Stadt Rosenthal als Pfand ausgetan. Pfandinhaber sind die von Schweinsberg-Löwenstein, die Milchlinge und die von Falkenberg. 1464 gelangt das Gericht mit dem explizit genannten Dorf Römershausen an den Landgrafen von Hessen, der es mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an das Kloster Haina verkauft. Mit Einführung der Reformation wird es hessisch, im Vertrag von Merlau verzichtet Mainz endgültig auf alle herrschaftlichen Ansprüche.

Gemeindeentwicklung:

Seit dem 31.12.1971 gehört Römershausen als Ortsteil zur Gemeinde Haina (Kloster).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1230 vertauscht Ritter Bruno von Allendorf sein Gut in Römershausen und Waldenhagen an das Kloster Haina, das durch weitere Erwerbungen in der Folgezeit zum wichtigsten Grundherrn wird.

Zehntverhältnisse:

1231 gelangte der Zehnte des Dorfes Römershausen von Graf Gottfried von Reichenbach an das Kloster Haina (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, S. 43-45, Nr. 61, 62). 1354 bestätigt der Mainzer Erzbischof dem Kloster den Besitz des Zehnten in Römershausen

Ortsadel:

1197/1200

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1240/5-1286: plebanus

Pfarrzugehörigkeit:

Vorübergehend selbständige Pfarrei. 1577: Ort zu Grüßen eingepfarrt, 1747 und später in dessen Filialort Mohnhausen.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Grüsen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Grüsener Pfarrer Adam Emmerich ab 1527.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1609, 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Stephan, Dekanat Christenberg, Sendbezirk Grüßen

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Römershausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1383> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde