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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 43. Altmorschen

Malsfeld

Ortsteil · 180 m über NN
Gemeinde Malsfeld, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Gemeinde

Lagebezug:

4,5 km südlich von Melsungen

Lage und Verkehrslage:

Im Fuldatal

Früherer Eisenbahnknotenpunkt:

Bahnhof (mit Containerbahnhof) der bestehenden Eisenbahnlinie Kassel - Bebra - Fulda (ursprünglich: Bebra – Kassel (Inbetriebnahme der Strecke 29.8.1848)) mit Wartehalle von 1910.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Eschwege/Niederhone – Schwalmstadt/Treysa ("Kanonenbahn III") von 1879 bis 1988 (Teilstrecke Eschwege/Niederhone - Malsfeld am 15.5.1879 eröffnet und Teilstrecke Malsfeld - Schwalmstadt/Treysa am 1.8.1879, Stilllegung der Strecke bis Spangenberg 1986 und bis Oberbeisheim 1988).

Historische Namensformen:

  • Alehesfelt (de Hassia) [Dronke, Traditiones Fuld. Cap. 6, 97]
  • Malzvelten (1196) (UA Kappel)
  • Malzveld (1231) (UA Kappel)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3537726, 5662123
UTM: 32 U 537637 5660298
WGS84: 51.09294186° N, 9.537447006° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634013040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 395, davon 197 Acker (= 49.87 %), 59 Wiesen (= 14.94 %), 24 Holzungen (= 6.08 %)
  • 1961 (Hektar): 584, davon 71 Wald (= 12.16 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Malsfeld: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen, Gericht der von Scholley
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Melsungen, Gericht der von Scholley
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen, Gericht der von Scholley
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Milsungen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • 1822: Justizamt Melsungen
  • 1867: Amtsgericht Melsungen
  • 1879: Amtsgericht Melsungen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinde Malsfeld mit der Gemeinde Elfershausen zu einer neuen Gemeinde Malsfeld. Zu deren weiterer Enticklung s. Malsfeld, Gemeinde.

Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist in Malsfeld.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Bis 1253 Lehen derer von Rengshausen
  • 1253 Übertragung von Dorf und Kirche an das Kloster Breitenau durch Graf Bertold von Felsberg (UA Breitenau)
  • 1410 ein Viertel Malsfelds im Besitz der von Falkenberg
  • 1445 Anteile der Siedlung im Besitz der von Holzheim
  • 1458-1597 die Hälfte M. als hessisches Lehen im Besitz der von Falkenberg
  • 1482-85 ein Viertel M. als Lehen im Besitz der von Hebel
  • 1519 Vergrößerung des Lehens auf die Hälfte der Siedlung
  • 1521 Hälfte M. geht als ehemaliges hess. Lehen in den Besitz des Henning von Scholley über
  • 1581 Kauf der anderen Hälfte durch die von Scholley von den Falkenbergern

Ortsadel:

Adlige von 1229-1262 (UA Haina)

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1253 wird die Kirche erstmals erwähnt. Die Pfarrei der Klasse Melsungen hatte Beiseförth zum Filial.

Patronat:

seit 1527 der Landgraf

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Henricus Rüdiger vor 1545-1563

Juden:

Der Ort gehört der jüdischen Gemeinde Neumorschen an.

1835: 27; 1861: 45; 1905: 8; 1932/33: 9 Juden

Sammelfriedhof in Binsförth wird mitbenutzt.

Tote aus Malsfeld auch auf Sammelfriedhof in Falkenberg beerdigt.

Wirtschaft

Wirtschaft:

Basaltwerk

Brauerei

Containerbahnhof

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Malsfeld, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4942> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde