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Herboldshausen

Wüstung · 192 m über NN
Gemarkung Borken (Hessen), Gemeinde Borken (Hessen), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

8,5 km nordwestlich von Homberg (Efze).

Lage und Verkehrslage:

Im Westen der Stadt Borken (Hessen); Flurname Herboldshausen. Nur ungefähr lokalisierbar.

Ersterwähnung:

1105

Historische Namensformen:

  • Herboldeshusun, de (1105) [Landau, Beschreibung des Hessengaues S. 177]
  • Heriboldeshusun, de (1108) [XII]
  • Herboldeshusen, in (1286)
  • Hilboldeßhusen (1471)
  • Herboldshusen (1485)
  • Hyrbuldishußen (1490)
  • Hirboldeshusen (1501)
  • Hervoldehusenn (1504)
  • Hirboldeshausen (1523)
  • Herboldeßhausenn (1588)
  • Herbolheuser Tor (1578)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1310: villa.
  • 1372: Dorf.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3519346, 5656668
UTM: 32 U 519264 5654845
WGS84: 51.04482131° N, 9.274802692° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400102010

Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Herrschaft:

1372 ist Herboldshausen Zubehör von Stadt und Haus Borken. Johann von Schorpheim, Pfarrer zu Borken, steckt dem Landgrafen die verpfändeten zwei Teile des Dorfes Herboldshausen wieder zu.

1378: Landgraf gewinnt einen Teil an Herboldshausen zurück.

1408: Die von Griffe haben Anteil am Gericht Herboldshausen.

1504: Bei Erbteilung von Löwenstein-Westerburg erhält Heinrich von Löwenstein die Hälfte von Herboldshausen.

sculthetus 1295.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1286: Ritter Eckard von Felsberg verkauft dem Deutschen Orden Marburg alle seine Güter zu Herboldshausen.
  • 1291: Hermann von Löwenstein überträgt dem Deutschen Orden Marburg bei Eintritt seines Bruders in denselben 2 Viertel seiner Güter zu Herboldshausen.
  • 1293: Die von Bischhausen verkaufen dem Deutschen Orden Marburg Güter zu Herboldshausen.
  • 1295: Heinrich von Löwenstein und Hermann genannt von Romrod übertragen dem Deutschen Orden Marburg Güter zu Herboldshausen.
  • 1340: Die von Löwenstein-Schweinsberg übereignen dem Marienaltar in der Stiftskirche Fritzlar ihr Allod zu Herboldshausen für ein Anniversar.
  • 1437: Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen tragen Hessen einen Hof zu Herboldshausen zu Lehen auf.
  • 1448: Reinhard von Dalwigk und Ludwig von Hertingshausen erhalten von Landgraf Ludwig den Hof zu Herboldshausen.
  • 1461: Landgraf Ludwig belehnt Friedrich von Hertingshausen mit einem Hof zu Herboldshausen; folgend Belehnungen bis 1680.
  • 1478: Eckebrecht von Grifte setzt seiner Frau ein Gut zu Herboldshausen aus.

Zehntverhältnisse:

1290; Werner von Löwenstein-Westerburg überträgt dem Kloster Haina den Zehnten zu Herboldshausen.

1308: Die von Löwenstein bestätigen dem Kloster Haina die Schenkung des halben Zehnten zu Herboldshausen.

1309: Graf Otto von Orlamünde übereignet dem Kloster Haina den halben Zehnten zu Herboldshausen, den Hermann von Romrod von ihm zu Lehen trug.

1310: Die von Westerburg übergeben dem Kloster Haina den halben Zehnten zu Herboldshausen.

1386 und 1388: Kloster Haina räumt den von Löwenstein den Zehnten zu Herboldshausen ein.

Ortsadel:

1106.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Herboldshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4406> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde