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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 3. Lamerden

Weitere Informationen

Ostheim

Stadtteil · 151 m über NN
Gemeinde Liebenau, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4,5 km nordwestlich von Hofgeismar

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 1120)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3522407, 5708006
UTM: 32 U 522324 5706163
WGS84: 51.50615497° N, 9.321661164° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633016070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 428, davon 62 Wald (= 14.49 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Ostheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1455: Landgrafschaft Hessen, Amt Trendelburg
  • 1544: Landgrafschaft Hessen, Amt Trendelburg
  • 1568: Landgrafschaft Hessen, Amt Trendelburg
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Amt Trendelburg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Trendelburg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Trendelburg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hofgeismar
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Stadt und Amt Trendelburg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

  • bis 1822: Amt Trendelburg
  • 1822: Justizamt Hofgeismar
  • 1823: Justizamt Hofgeismar
  • 1867: Amtsgericht Hofgeismar
  • 1879: Amtsgericht Hofgeismar
  • um 1900: Amtsgericht Hofgeismar
  • 1968: Amtsgericht Hofgeismar

Herrschaft:

Das Dorf gehörte den Grafen von Dassel. 1220 traten die von Dassel einen Teil der Grafschaft, zu dem auch Ostheim gehörte, an die Herren von Schönenberg ab.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neuen Stadtgemeinde Liebenau zusammengeschlossen.

Besitz

Ortsadel:

Adlige 1198 (Kopiar 486)

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche von 1591 1889/90 durch einen Neubau ersetzt

Pfarrzugehörigkeit:

Pfarrei um 1338 an die Stadtkirche in Liebenau verlegt, danach gehörte Ostheim als Filial zu Liebenau.

1585 wurde Ostheim nach Liebenau eingepfarrt.

Patronat:

Das Patronat gehörte 1394 Otto Groppe von Gudensberg, nach Landau (Ritterburgen 4,242) als mainzisches Lehen. Von Gudensberg erklärte es aber zu einem hessischen Lehen und Hessen zog das Patronat 1410 als erledigt ein. Trotzdem trugen es die von Gudensberg und seit 1534 je zur Hälfte die von der Malsburg und die Wölfe von Gudensberg von Mainz als Lehen. Hessen aber setze den Pfarrer ein.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Ritter ca. 1525-1575, Pfarrer von Liebenau und Ostheim, von Adam Krafft "vor der bauren aufruor" eingesetzt

Kirchliche Mittelbehörden:

nach der Reformation zur Klasse Trendelburg

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ostheim, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2090> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde