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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 8. Listingen

Niedermeiser

Stadtteil · 173 m über NN
Gemeinde Liebenau, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6,5 km südwestlich von Hofgeismar

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

  • Thechelnburg (auf der Techelnburg oder Thetelnburg) ist eine nach dem Zierenb. Salb. von 1571 eine Flurbezeichnung zu Niedermeiser (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 467)..

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3521420, 5702784
UTM: 32 U 521338 5700943
WGS84: 51.45925753° N, 9.307129823° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633016060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 1180, davon 349 Wald (= 29.58 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Niedermeiser: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1571: Landgrafschaft Hessen, Amt Schartenberg, Gericht von Malsburg und Spiegel
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Amt Schartenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Zierenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Zierenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Nieder-Meisser
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Stadt und Amt Zierenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

  • 1571: Gericht Schartenberg
  • bis 1822: Amt Zierenberg
  • 1822: Justizamt Grebenstein
  • 1867: Amtsgericht Grebenstein
  • 1879: Amtsgericht Hofgeismar
  • um 1900: Amtsgericht Grebenstein
  • 1968: Amtsgericht Hofgeismar

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil der neuen Stadtgemeinde Liebenau eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1571 befindet sich die niedere Gerichtsbarkeit zur Hälfte im Besitz von Hessen und zur Hälfte im Besitz derer von Malsburg und Spiegel (Zierenb. Salb.);
  • 1583 gehörte denen von Malsburg 1/4 der hohen Obrigkeit (Niedermeiserer Salb.);
  • 1787 erwirbt Hessen die Anteile derer von Mlasburg an der niederen und hohen Gerichtsbarkeit (GR von der Malsburg).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1464 Pleban (Hochhuth)
  • Die protestantische Pfarrei der Klasse Zierenberg hatte als Filial Zwergen.

Patronat:

Das Patronat besaßen die von Malsburg (Hochhuth 259).

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Braunstein ca. 1536 bis ca. 1571, war bis 1535 Chorherr in Hofgeismar

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Archidiakonat St. Marien zu Hofgeismar

Juden:

1812: 39 Familien; 1835: 23; 1861: 77; 1905: 14 Juden; Sielen, Liebenau und Eberschütz Filialorte.

Im Ort befindet sich eine jüdische Volksschule wie auch einen jüdischen Betsaal. Die Gebäude werden daher veräußert.

1927 lebt nur noch eine jüdische Familie im Ort

Friedhof im Ort, der von 1850-1929 genutzt wurde. Bis zur Anlage des Friedhofs wird der in Meimbressen genutzt.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Niedermeiser, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2087> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde