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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 9. Hofgeismar

Weitere Informationen

Carlsdorf

Stadtteil · 169 m über NN
Gemeinde Hofgeismar, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Siedlung; Sonstiges

Lagebezug:

3,5 km südöstlich von Hofgeismar

Ersterwähnung:

1686

Siedlungsentwicklung:

1686 wurde das Dorf als französische Kolonie von Landgraf Karl in der Nähe des ausgegangenen Dorfes Gauze (früher Gothardessen genannt) angelegt.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • 1686 wurde das Dorf als französische Kolonie von Landgraf Karl in der Nähe des ausgegangenen Dorfes Gauze (früher Gothardessen genannt) angelegt.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3529923, 5706086
UTM: 32 U 529837 5704243
WGS84: 51.4885509° N, 9.429747288° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633013020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 211, davon 196 Acker (= 92.89 %), 1 Wiesen (= 0.47 %), 3 Holzungen (= 1.42 %)
  • 1961 (Hektar): 491, davon 7 Wald (= 1.43 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Carlsdorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Hofgeismar
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Hofgeismar
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hofgeismar
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Hofgeismar
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden als ein Stadtteil der Stadtgemeinde Hofgeismar eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Eine Kirche gibt es seit 1704.

Pfarrzugehörigkeit:

Die Pfarrei war anfangs mit Schöneberg verbunden. Ab 1738 jedoch mit Mariendorf. Ab 1789 wiederum war Mariendorf Filial von Carlsdorf. Ab 1840 war Carlsdorf Vikariat von Hombressen, so noch 1872 (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 101). Spätestens 1905 neue Pfarrei Gesundbrunnen mit Carlsdorf und Schöneberg (Pfaff gemäß Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 271).

Bekenntniswechsel:

Das 1686 entstandene Carlsdorf ist die älteste Gründung für Hugenotten in Hessen. Die Gemeinde wurde zunächst durch David Clément, französisch-reformierter Pfarrer in Hofgeismar, betreut. Dieser weihte auch 1704 die Kirche ein. Erster Pfarrer der neu errichteten französisch-reformierten Pfarrei Carlsdorf, zu der auch Schöneberg gehörte, war Jacques Le Fèvre von 1704 bis 1716.

Von 1739 bis zur Auflösung der Pfarrei 1821 wurde Carlsdorf von den Pfarrern aus Mariendorf betreut. 1821 kam Carlsdorf als Filial zunächst an die Altstädter Kirche in Hofgeismar 1840 an Hombressen und schließlich 1892 an Hofgeismar-Gesundbrunnen.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Carlsdorf, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2052> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde