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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 15. Wilhelmshöhe

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Mönchehof

Ortsteil · 247 m über NN
Gemeinde Espenau, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Hof

Lagebezug:

8,5 km nordwestlich von Kassel

Lage und Verkehrslage:

An der Stelle der Wüstung Hadebrachthausen, aus der es hervorging.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Bad Karlshafen – Kassel ("Carlsbahn"; "Diemeltalbahn II") (Inbetriebnahme der Strecke 29.8.1848).

Siedlungsentwicklung:

Nach einer Urkunde von 1216 (Schmincke 4, 639) hatte das Kloster Hardehausen in dem gänzlich wüst gewordenen Ort Hadebrachthausen einen Hof neu begründet.

Der Hof erhielt vor 1503, nach Eisenträger/Krug, Territorialgeschichte der Kasseler Landschaft, S. 107, spätestens 1458/59, den Namen Mönchehof.

Im 16. Jahrhundert war er unter diesem Namen wieder ein Dorf.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Hof (1216)
  • Hof (1503)
  • Dorf (16. Jahrhundert]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3531555, 5694731
UTM: 32 U 531469 5692893
WGS84: 51.38640389° N, 9.452232767° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633007020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 321, davon 236 Acker (= 73.52 %), 32 Wiesen (= 9.97 %), 8 Holzungen (= 2.49 %)
  • 1961 (Hektar): 352, davon 8 Wald (= 2.27 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Mönchehof: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1458/59: Landgrafschaft Hessen, Amt Kassel
  • 1483: Landgrafschaft Hessen, Gericht, später Amt Ahna
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ahna
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ahna
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Ober-Vellmar
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ahna
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Kassel
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Kassel
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Kassel
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Kassel
  • 1970: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel, Gemeinde Espenau

Altkreis:

Kassel

Gericht:

  • bis 1822: Amt Wilhelmshöhe
  • 1822: Landgericht Kassel
  • 1850: Justizamt Kassel III
  • 1867: Amtsgericht Kassel II
  • 1879: Amtsgericht Kassel
  • um 1900: Amtsgericht Kassel (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 333)

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Espenau eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Nach einer Urkunde von 1216 (Schmincke 4, 639) hatte das Kloster Hardehausen in dem gänzlich wüst gewordenen Ort einen Hof neu begründet. Auch später Hof des Klosters Hardehausen, der 1602 an von Cornberg verkauft wurde. 1767 verkaufte ihn Hessen aus Besitz der von Schachten (GR Mönchhof).
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Mönchehof gehörte 1585 kirchlich zu Frommershausen.

1745 war es Filial von Simmershausen.

1872 wieder eingepfarrt nach Frommershausen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 60).

1907-1978 Filial von Hohenkirchen, ab 1978 eigene Pfarrstelle

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Mönchehof, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2005> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde