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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 96. Schlüchtern

Veitsteinbach

Ortsteil · 440 m über NN
Gemeinde Kalbach, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

19,5 km südwestlich von Fulda

Ersterwähnung:

953

Siedlungsentwicklung:

1579 wüst

Historische Namensformen:

Ortsteile:

  • Eichenried und Veitsteinbach (ab 01.09.1969)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3546018, 5583720
UTM: 32 U 545925 5581926
WGS84: 50.38759257° N, 9.64602249° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631016070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 376, davon 130 Acker (= 34.57 %), 196 Wiesen (= 52.13 %), 19 Holzungen (= 5.05 %)
  • 1961 (Hektar): 441, davon 86 Wald (= 19.50 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: Feuerstellen, Seelen
  • 1885: 317, davon 0 evangelisch, 317 katholisch (= 100.00 %)
  • 1961: 398, davon 17 evangelisch (= 4.27 %), 381 katholisch (= 95.73 %)
  • 1970: 601

Diagramme:

Veitsteinbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Neuhof
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Neuhof
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Neuhof, zur Munizipalität Eichenrieth gehörig
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Neuhof
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis:

Fulda

Gericht:

  • 1822: Justizamt Neuhof
  • 1867: Amtsgericht Neuhof
  • 1945: Amtsgericht Fulda (Zweigstelle Neuhof)

Gemeindeentwicklung:

Am 1.9.1969 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung von Eichenried in die Gemeinde Veitsteinbach. Am 1.4.1972 kam es zu einem Zusammenschluss dieser mit den Gemeinden Mittel- und Niederkalbach zur neu gebildeten Gemeinde Mittelkalbach, die am 1.8.1972 schließlich mit Oberkalbach und Uttrichshausen in der Gemeinde Kalbach aufging. Seitdem ist Veitsteinbach Ortsteil der Gemeinde Kalbach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Lehensherr: Kloster Fulda
  • 1167 nimmt Bischof Herold von Würzburg das Kloster Schlüchtern in seinen Schutz und zählt unter dessen Besitzungen Steinbach auf.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1167: Kirche (basilica)

Patrozinien:

  • Vitus (13. Jahrhundert, aus dem Namen erschlossen)

Pfarrzugehörigkeit:

1167 Filialkirche von Ramholz als Eigenkirche von Kloster Schlüchtern. Seit der Reformation zu Neuhof gehörig.

Bekenntniswechsel:

Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Karlstadt

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Seit der Reformation zeitweise Wallfahrt am Fest des Hl. Vitus zu alten Kirche in Veitsteinbach.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Veitsteinbach, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7154> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde