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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 92. Uttrichshausen

Zillbach

Ortsteil · 358 m über NN
Gemeinde Eichenzell, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15 km südöstlich von Fulda

Lage und Verkehrslage:

852 wurden neben "Cilbach" noch "Mittelen Cilbach" und "Nideren Cilbach" genannt. Wenn dort mit "Cilbach" die spätere, weiter westsüdwestlich gelegene Wüstung Oberzillbach und mit "Nideren Cilbach" vielleicht die spätere Altenmühle gemeint war, könnte "Mittelen Cilbach" mit dem heutigen Zillbach identisch sein. Allerdings sind Nieder- und Mittelzillbach möglicherweise auch eigenständige Wüstungen (s. d.).

Ersterwähnung:

852

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Niederkalbach.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3551368, 5588288
UTM: 32 U 551273 5586492
WGS84: 50.42821235° N, 9.721868371° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631006120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 201, davon 61 Acker (= 30.35 %), 35 Wiesen (= 17.41 %), 95 Holzungen (= 47.26 %)
  • 1961 (Hektar): 253, davon 134 Wald (= 52.96 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 12 Feuerstellen, 104 Seelen
  • 1885: 84, davon 1 evangelisch (= 1.19 %), 83 katholisch (= 98.81 %)
  • 1961: 92, davon 7 evangelisch (= 7.61 %), 85 katholisch (= 92.39 %)
  • 1970: 72

Diagramme:

Zillbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Neuhof
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Neuhof
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Neuhof
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Neuhof
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis:

Fulda

Gericht:

  • 1822: Justizamt Neuhof
  • 1867: Amtsgericht Neuhof
  • 1945: Amtsgericht Fulda (Zweigstelle Neuhof)

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1970 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung der Gemeinde Zillbach in die Gemeinde Büchenberg. Am 31.12.1971 wurden beide als Ortsteile der Gemeinde Eichenzell eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Besitz des Klosters Petersberg bei Fulda (um 1090-1150) belegt.
  • Dorf des Amts Neuhof, das ganz dem Abt von Fulda zustand, unter dem Schultheißen von Büchenberg 1676 (Neuhofer Güterbeschreibung).
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1812 Tochterkirche von Hattenhof

Bekenntniswechsel:

Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Zillbach, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7378> (Stand: 8.7.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde