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4824 Hessisch Lichtenau
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 33. Lichtenau

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Küchen

Stadtteil · 300 m über NN
Gemeinde Hessisch Lichtenau, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

19 km südsüdwestlich von Witzenhausen

Lage und Verkehrslage:

7,5 km südöstlich von Hessisch Lichtenau gelegen

Vorn auf dem nach Nordosten flach auslaufenden schmalen Rücken zwischen Wehre und Steinbach liegen die rundliche (?) ummauerte Kirche und seitwärts der Lindenplatz, daran anschließend und etwas über der Witzenhausen-Walburger Straße hinweg das kleine geschlossene Haufendorf

Ersterwähnung:

1363

Historische Namensformen:

  • Kuchenn (1363) [XVIII ] [Lbk Hundelshauser Kopiar fol. (15v)]
  • Kuchene (1363) [StA Marburg 340. Urkunde von Hundelshausen]
  • Coquina (1451)
  • Cochenn, zcu (1452)
  • Kucheen (1492)
  • Kuechen (1553)
  • Kochen (1575/85)
  • Kuchheim (1575/85)
  • Küchen (1715)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1363: Dorf

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1750

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3557255, 5671691
UTM: 32 U 557158 5669862
WGS84: 51.17732203° N, 9.81769938° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636006070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1563: 22 Acker
  • 1780: 1760
  • 1961 (Hektar): 458, davon 188 Wald (= 41.05 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 31 Hausgesesse
  • 1640: von 39 Familien noch 10 ansässig
  • 1681: 30 Hausgesesse
  • 1747: 36 Harnisch, mit 35 Feuerstellen
  • 1780: 115 Einwohner
  • 1961: 290, davon 260 evangelisch (= 89.66 %), 23 katholisch (= 7.93 %)
  • 1970: 290 Einwohner
  • Berufsgliederung 1808: 14 Leinweber, 3 Zimmerleute, 1 Wagner, 1 Weißbinder, l Hufschmied, 1 Maurer, 1 Müller, 1 Schuhmacher; zusammen 23

Diagramme:

Küchen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1553 und 1747: Amt Lichtenau
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Bischhausen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1363 und 1383: Gericht Harmuthsachsen
  • um 1570: Niederes und peinliches Gericht von Hundelshausen
  • 1747: Niederes und peinliches Gericht von Hundelshausen und Hessen
  • 1807: Friedensgericht Bischhausen
  • 1814: Amt Lichtenau
  • 1821: Justizamt Lichtenau
  • 1867: Amtsgericht Lichtenau
  • 1879: Amtsgericht Lichtena
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1961: Amtsgericht Witzenhausen
  • Gerichtsplatz an alter Linde, darunter Sandsteintisch, nach Überlieferung Altarplatte aus der wüsten Kirche Weissner
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingemeindung nach Hessisch Lichtenau, Stadtgemeinde, dessen Stadtteil Küchen seitdem ist.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1363: Das halbe Dorf und Gericht Küchen durch die Gebrüder von Kappel an ihren Schwager Heinrich von Hundelshausen verkauft.
  • Vor 1383: Die von Kappel verkaufen 1/4 Dorf und Gericht Küchen an die von Schlutwinsdorf.
  • 1383: Die von Schlutwinsdorf verkaufen 1/4 Dorf und Gericht Küchen an Landgraf Hermann.
  • 1391: Küchen ist landgräfliches Lehen der von Hundelshausen.
  • 1403: Lotze von Kappel versetzt seinen Oheimen von Hundelshausen seine Rechte zu Küchen.
  • 1413: Derselbe verkauft seine Rechte zu Küchen.
  • Ab 1480 bis 1527: Kloster Germerode hat Besitz zu Küchen. Das Klostergut umfaßt 1519 12 Hufen.
  • 1571: Landgraf Wilhelm verschreibt den von Hundelshausen Einkünfte aus dem Vorwerk zu Küchen.
  • 1715: Landgraf Carl belehnt die von Hundelshausen mit Gütern zu Küchen; folgend Reverse bis 1822
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche 1827/28 erbaut

Pfarrzugehörigkeit:

Um 1570 und heute: Filiale von Harmuthsachsen

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archpresbytariat unbekannt; Archdiakonat Heiligenstadt

Wirtschaft

Wirtschaft:

1607: Herberge

Nachweise

Quellen:

  • Hundelshauser Kopiar fol. I5f., 19V, 70, 70V, Landesbibliothek Kassel

Literatur:

Zitierweise
„Küchen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6242> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde