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4824 Hessisch Lichtenau
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 33. Lichtenau

Weitere Informationen

Hopfelde

Stadtteil · 355 m über NN
Gemeinde Hessisch Lichtenau, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

19 km südsüdwestlich von Witzenhausen

Lage und Verkehrslage:

4 km südöstlich von Hessisch Lichtenau gelegen

Angerdorf in der Quellmulde der Hollsteine

Kirche auf dem Anger

Ersterwähnung:

1371

Historische Namensformen:

  • (1371) [Abschrift HStAM Bestand 17 d von Ratzenberg 19, Bl. 177r+v]
  • Hubfelde, von (1383) [StA Marburg Rechn. 187, 2 fol. 1v]
  • Hupfelde, zcü (1409)
  • Huebfelde, von (1472)
  • Huobfelde, vom dorffe (1491)
  • Hupffeldt (1553)
  • Hupfalda (1553)
  • Hupffvelden, aus (1553)
  • Hupffelden, die von (1553)
  • Hopfelde(n) (1553)
  • Hupfeida das Dorf (1575)
  • Hupffelde (1575/85)
  • Hupfell (1681)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1454: Dorf

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1755

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3553647, 5671903
UTM: 32 U 553552 5670074
WGS84: 51.17957699° N, 9.766140979° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636006060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1454: 25 Huben in der Feldmark genannt
  • 1776: 1279 Acker
  • 1961 (Hektar): 530, davon 121 Wald (= 22.83 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1539: 15 Mann und 15 Feuerstellen
  • 1575/85: 21 Hausgesesse
  • 1639: 6
  • 1650: 4
  • 1659: 17
  • 1681: 19
  • 1747: 25 Mannschaften mit 32 Feuerstellen
  • 1776: 79 Einwohner
  • 1961: 287, davon 268 evangelisch (= 93.38 %), 13 katholisch (= 4.53 %)
  • 1970; 334 Einwohner
  • Berufsgliederung 1724: 44 Leinweber, 1 Schmied, 1 Hirte, 1 Tagelöhner; zusammen: 47

Diagramme:

Hopfelde: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1383/87: Amt Lichtenau
  • 1454: desgleichen, von den 25 genannten Hufen zinste die Hälfte dem Landgraf , von der anderen Hälfte nur ein Teil zur Burg Reichenbach, die sonstigen Gefalle standen den von Hundelshausen und von Holzheim zu
  • 1553 und 1747: Amt Lichtenau
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Lichtenau
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1553 und 1575: landgräfliches Gericht
  • 1747: Niederes und peinliches Gericht Hessen
  • 1807: Friedensgericht Lichtenau
  • 1814: Amt Lichtenau
  • 1821: Justizamt Lichtenau
  • 1867: Amtsgericht Lichtenau
  • 1879: Amtsgericht Lichtenau
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1950: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1961: Amtsgericht Witzenhausen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingemeindung nach Hessisch Lichtenau, Stadtgemeinde, dessen Stadtteil Hopfelde seitdem ist.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1409 und 1516: Die von Hundelshausen durch Landgraf mit Gütern zu Hopfelde belehnt
  • 1562: Hermann von Hundelshausen übergibt dem Landgraf Philipp seine Güter zu Hopfelde.
  • 1569: Landgraf Wilhelm belehnt Joh. von Ratzenberg mit Hufen zu Hopfelde.
  • 1581: desgleichen die Kanne von Lügde
  • 1575/85: Etliche Huben zu Hopfelde sind hessisches Lehen der Kanne.
  • 1593: Landgraf Moritz belehnt die von Meisenbug mit Gütern zu Hopfelde.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Spätgotische Kirche

Pfarrzugehörigkeit:

1505: Pfarrer und Vikare zu Hopfelde

1569 und heute: Filiale von Reichenbach

1925: Glimmerode eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archpresbytariat Gensungen

Archdiakonat St. Peter - Fritzlar

Wirtschaft

Wirtschaft:

Bildete 1454 mit Hollstein einen Leistungsverband

Töpferei, die ihren Ton aus Hollstein bezog, der dort 1840 - 90 gegraben wurde

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hopfelde, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6050> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde