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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 46. Netra

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Hochhausen

Wüstung · 421 m über NN
Gemarkung Grandenborn, Gemeinde Ringgau, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

13 km südsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

2 km südsüdöstlich der Ortsmitte von Grandenborn mit einer nahen Kirche und Quelle (hier ist die Dorfstelle mittig lokalisiert)

Im Bereich der Wüstung fand K. Sippel 1991 in der Talschlussmulde eines nach Südosten ziehenden Tals im Ackergelände sowie auf einer dazwischen befindlichen Wiese auf einer Fläche mit dem Durchmesser von etwa 200 m (hier mittig lokalisiert) beinahe 100 Scherben, die etwa aus dem 10./11. bis 13. Jahrhundert stammen. Damit ließ sich die Wüstung erstmals genauer lokalisieren.

Zudem liegt in der Wiese eine aus großen Kalksteinen errichtete, über die Oberfläche aufragende Fassung einer ehemaligen Quelle, die nun ausgetrocknet ist und den Namen "Der gute Born" trägt (4926: um 3573080 / 5659580).

Nördlich der Dorfstelle konnte schließlich auch der zugehörige Kirchenstandort ermittelt werden. Er befindet sich nahe oberhalb einer hohen Böschung im Wiesengelände, die mit Bäumen und Hecken bestanden ist (4926: 3573170 / 5659700).

Ersterwähnung:

1335

Letzterwähnung:

1587

Siedlungsentwicklung:

Das Dorf war 1359 noch bewohnt.

Historische Namensformen:

  • Hochusen (1335)
  • Hohhusen (1343)
  • Hochusen, zu (1343)
  • Hochhausen (1587)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3573140, 5659580
UTM: 32 U 573037 5657756
WGS84: 51.06666775° N, 10.04236813° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601002002

Einwohnerstatistik:

  • 1359: noch bewohnt
  • 1587: Gesträuch
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • undatiert: Ringgau

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Ludwig von Baumbach hatte 1343 "zu Hochusen" und anderen Orten des "Reynkowe" hersfeldische Lehengüter (Depos. v. Baumbach).
  • Das Gesträuch zu "Hochhausen" wurde 1587 den von Boyneburg zugesprochen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Nördlich der Dorfstelle befand sich auch eine zugehörige Kirche.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hochhausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6021> (Stand: 13.6.2016)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde