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4824 Hessisch Lichtenau
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 33. Lichtenau

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Hambach

Wüstung · 378 m über NN
Gemarkung Walburg, Gemeinde Hessisch Lichtenau, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof; Sonstiges; Wüstung

Lagebezug:

18 km südsüdwestlich von Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

3,5 km östlich von Hessisch Lichtenau gelegen

Wüst gefallenes Gut in nach Nordosten geöffneter Quellmulde, früher wohl wasserbewehrt

Flurname: "Am alten Hambacher Weg" (Hessisch Lichtenau - Hollstein)

Ersterwähnung:

1322

Historische Namensformen:

  • Haynbach, de (1322) [Urkundenbuch Kaufungen Nr. 155f.]
  • Hainbach, zu (1384)
  • Honbach, ztu (1384)
  • Haymbach (1471)
  • Hambach, belehent mit dem seße (nach 1527)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1384: Hof
  • 1495: wonliche vestenunge
  • 1688: Gut

Burgen und Befestigungen:

Älteste Gemarkungskarte:

1775

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3553900, 5673000
UTM: 32 U 553805 5671170
WGS84: 51.18941287° N, 9.769923114° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63600612003

Flächennutzungsstatistik:

  • 170 ha
  • Bis 1847: 348 Acker

Einwohnerstatistik:

  • 1747: 1 Mannschaft mit 1 Feuerstelle
  • 1895: 13 Einwohner
  • Berufsgliederung 1724: 4 Amtspersonen, 1 Jäger, 3 Ackerknechte, 3 Hirten und Schäfer, 2 Leinweber; zusammen: 13
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Lichtenau
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen (zu Walburg gehörig)

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1384: Eigentum des Kloster Kaufungen mit Obereigentümerschaft des Landgrafen auf Grund der hessischen Vogtei über das Kloster.
  • 1390: Kloster Kaufungen belehnt erneut Ritter Eckhard von Felsberg mit Hof Hambach.
  • 1471: Hof Hambach, im Besitz der von Felsberg, als kaufungisches Lehen an die von Bischofferode.
  • 1608: Hof Hambach an die von Boyneburg-Honstein unter gleichzeitiger Lehnsauftragung an Hessen-Darmstadt
  • 1768: Mit Aussterben der von Boyneburg-Honstein Belehnung der Familie von Freudenberg
  • 1778: Verkauf an Bürgermeister Ruelberg zu Großalmerode
  • 1824: Wilhelm Grau
  • 1857: Ober-Landforstmeister G.F.A.A. von Berlepsch, seitdem von Berlepsch

Ortsadel:

1322

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Um 1620: zur Pfarrei Walburg

1780 und jetzt: eingepfarrt nach Walburg

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hambach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5897> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde