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5119 Kirchhain
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 61. Kirchhain

Schloss Plausdorf

Hof · 207 m über NN
Gemarkung Amöneburg, Gemeinde Amöneburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof

Lagebezug:

3,5 km südöstlich Kirchhain

Lage und Verkehrslage:

Am Rande des Brückerwaldes zwischen der Klein und einem Mühlgraben gelegener Gutshof

"Umfangreiche, malerisch gelegene Anlage, Hauptgebäude dreigeschossiger Massivbau, 1565, Portal bezeichnet 1583. Historistische Erweiterung der Gesamtanlage durch Wirtschaftsgebäude mit Fachwerkobergeschoss 1901-1914" (Dehio)

Ersterwähnung:

1463

Siedlungsentwicklung:

Mühle und Hof 1571. vielleicht Nachfolgesiedlung der Wüstung -> Giffendorf. - Mit der Auflösung der Gutsbezirke in Preußen 1928 nach Amöneburg eingemeindet

Historische Namensformen:

  • Plußtorff (1463) [Schneider S. 362]
  • Blausdorf (1522)

Bezeichnung der Siedlung:

  • mollen 1463

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3497710, 5630820
UTM: 32 U 497637 5629008
WGS84: 50.81279232° N, 8.96645376° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

53400101018

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 1 Wohnhaus mit 11 Bewohner
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Im 16. Jahrhundert noch unter mainzisch Landeshoheit (Amt Amöneburg). Im 17. Jahrhundert landgräflich Hoheitsrechte (s. und Ziff. 3 b). Um 1700 und 1747: Amt Kirchhain. 1701 und 1728 lief die hess.-mainz. Grenze mitten über den Hof. 1756: mainzisch Territorium (Landschied)

Altkreis:

Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1463 mainzische Mühle, mit der die Amöneburger Burgmannen Hobeherr bis 1485 vom Erzstift belehnt waren. 1522 belehnt das Erzstift die Gebrüder von Radenhausen mit dem Burgsitz am Lindauer Tor in Amöneburg, zu dessen Zubehör die P.er Mühle gehörte. 1571 belehnt Mainz Konrad von Schwalbach mit Mühle und Hof P. 1583 Neu- bzw. Ausbau des Hofes durch K. von Schwalbach, der sich noch 1573 wohnhaftig "uffem Giffendorf" nennt. 1618 von den von Schwalbach an Melchior von Lehrbach verkauft. Bis 1621 wurde Plausdorf mit Hof, Mühle, Jagd und Fischerei landgräfliches Lehen. Von 1649 bis 1652 befinden sich Hof und Mühle im Besitz des Junkers Wilhelm Mordian von Bruch, 1653 werden sie dann Philipp von Winter veräußert. 1827 ist ein Freiherr von Hartlieb, danach eine Freiherr Ried von Collenberg zu Karlsruhe Hofbesitzer in Plausdorf. Zwischen 1901 und 1904 gehört der Hof der Familie von Goldhammer, die im Landschloßstil umgestaltet.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schloss Plausdorf, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9269> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde