Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5615 Villmar
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung

Burg Gretenstein

Burg · 150 m über NN
Gemarkung Villmar, Gemeinde Villmar, Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg

Lagebezug:

Der Gretenstein liegt 8 km nordöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

Die Burg lag gegenüber dem Ort Villmar, etwa 1 km lahnabwärts, auf einem steilen Felsen.

Burgen und Befestigungen:

  • Laufzeit: Mitte 14. Jahrhundert
  • Besitzgeschichte: Die Burg wurde um 1350 unter Philipp von Isenburg-Grenzau als Witwensitz für seine Frau Margaretha von Katzenelnbogen erbaut, von der die Burg ihren Namen Gretenstein erhielt.
  • Burggeschichte: Unter der Führung des Koadjutors des Erzstifts Trier Kuno von Falkenstein wurde der burgartige Witwensitz vom Erzstift Trier und der Stadt Limburg zerstört. Ob die Burg im Jahr der Errichtung (um 1350) oder erst 1361 zerstört wurde, bleibt offen. Am 13. Februar 1362 wurde ein Sühnevertrag zwischen dem Trierer Erzbischof Boemund und Philipp von Isenburg-Grenzau geschlossen. In diesem erklärte sich der Isenburger u.a. bereit, seine Burg Grenzau dem Erzstift Trier zu Lehen aufzutragen und offen zu halten sowie im Villmarer Bezirk keine Burg zu bauen (May, Oberlahnkreis, S. 49).
  • Baugeschichte: Erbaut um 1350
  • Abgang: Nach der Zerstörung erfolgte kein Weideraufbau.
  • Erhaltungszustand: Keine Baureste

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3441500, 5584579
UTM: 32 U 441449 5582785
WGS84: 50.39419843° N, 8.176248642° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

53301505001

Verfassung

Altkreis:

Oberlahnkreis

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Burg Gretenstein, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8866> (Stand: 1.3.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde