Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Dutenhofen

Stadtteil · 191 m über NN
Gemeinde Wetzlar, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km östlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

In dem nach Gießen sich öffenenden Lahntal

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3471533, 5602800
UTM: 32 U 471470 5600999
WGS84: 50.56021893° N, 8.597206317° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532023020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 2050, davon 102 Wald
  • 1885 (Hektar): 528, davon 334 Ackerland (= 63.26 %), 101 Wiesen (= 19.13 %), 33 Holzungen (= 6.25 %)
  • 1961 (Hektar): 528, davon 22 Wald (= 4.17 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 2459, davon 1961 evangelisch (= 79.75 %), 455 katholisch (= 18.50 %)
  • 1970: 2582 Einwohner

Diagramme:

Dutenhofen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Gleiberg
  • 1806-1815: Herzogtum Nassau, Amt Hüttenberg
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar (Immediat-Gebiet)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreisfreie Stadt Lahn
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

Herrschaft:

1703 wurde durch einen Vertrag mit der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt die bis dahin bestehende Gemeinschaft des Hüttenbergs aufgehoben, so dass u.a. Dutenhofen allein der Grafschaft Nassau verblieb.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 wurde Dutenhofen Stadtteil von Wetzlar, ging als solcher bis zum 1.8.1979 in der neu gegründeten kreisfreien Stadt Lahn auf und blieb nach deren Auflösung Stadtteil der Stadtgemeinde Wetzlar.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1150 schenken Adalbert und seine Söhne Friedrich und Konrad genannte Leibeigene aus Dutenhofen an das Kloster Schiffenberg.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1346: Pfarrei

Patronat:

1453: Gottfreid von Alpach, Johann von Michelbach und die Gemeinde Dutenhofen

1559: Abtretung des Michelbacher Anteils an Nassau-Weilburg und des Gemeindeanteils an die Landgrafschaft Hessen

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Orth 1530 und 1540

Kirchliche Mittelbehörden:

Sendpflichtig nach Großenlinden

15. Jahrhundert: Pfarrei im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dutenhofen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8387> (Stand: 8.6.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde