Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Laubach

Stadtteil · 207 m über NN
Gemeinde Laubach, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Stadt

Lagebezug:

6 km südöstlich von Grünberg

Lage und Verkehrslage:

Stadt mit komplexem Grundriss an der Wetter. Hauptkomplex der Siedlung rechts des Flusses; von Norden einmündendes Seitental. Das Stadtbild dominierend das Schloss mit Park im Norden. Im Südwesten anschließend ehem. ummauerte Altstadt mit nahezu quadratischem Grundriss. Kleiner Marktplatz vor der Stadtkirche. Jüngere Wohnsiedlung im Osten, moderne Wohnsiedlung im Nordwesten. Industriegebiet im Westen entlang der Bahnlinie.

Straße nach Ruppertsburg, Wetterfeld und Lauter sowie zur B 276, die im Osten an Laubach vorbeiführt.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Hungen – Mücke seit 1890 (Die Teilstrecke Hungen - Laubach wurde am 1.6.1890 eröffnet, die Teilstrecke Laubach - Mücke am 1.10.1903 und am 31.5.1959 stillgelegt).

Ersterwähnung:

750/802

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Ursprünglich ältere, hofartige Siedlung (Hersfeldische Grundherrschaft). Burg mit rundem Bergfried (Pforten- bzw. Uhrturm) wohl noch im 13. Jahrhundert in die Ortsbefestigung (municio) integriert. Im 15./16. Jahrhundert Ausbau der Stadtbefestigung. 1420 Befreiung der Bürger von Frondiensten und Abgaben sowie Freiheit, an Mauern, Thürmen und Gräben zu bauen (Roeschen, Regesten Laubach, S. 223f). 1475 Privileg Kaiser Friedrichs III. an Gf. Kuno v. Solms, Schloss und Stadt Laubach zu befestigen (Solmser Urkunden 2 Nr. 1675). Burg im 16. und 18. Jahrhundert zum Schloss erweitert und ausgebaut. 2 Tore im Osten und Westen (Oberpforte- und Untertor) im 19. Jahrhundert abgebrochen; 2 Wehrtürme im Westen (Krieger- und Bürgerturm; Bürgerturm 1963 eingestürzt), im Süden Vorwerk.

Älteste Gemarkungskarte:

1854

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3499467, 5600702
UTM: 32 U 499393 5598902
WGS84: 50.54205311° N, 8.991429473° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531010040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 6371, davon 2652 Acker, 467 Wiesen, 3252 Wald
  • 1961 (Hektar): 2963, davon 1934 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1631: 181 Untert., 53 Witwen
  • 1834: 1839 Einwohner
  • 1885: 1918 Einwohner
  • 1925: 1851 Einwohner
  • 1939: 1795 Einwohner
  • 1950: 3157 Einwohner
  • 1961: 3005 Einwohner
  • 1830: 1745 evangelische, 14 römisch-katholische Einwohner, 112 Juden
  • 1961: 2307 evangelische, 622 römisch-katholische Einwohner
  • 1961 (Erwerbspers.): 179 Land- und Forstwirtsch., 491 Prod. Gewerbe, 181 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 326 Dienstleistung(en) und Sonstige

Diagramme:

Laubach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 9. Jh.: Wettereiba (In pago Wetreibe)
  • 1255: Gericht Laubach
  • 1335: Burg, Dorf und Gericht Laubach (zum Umfang s. Mittelpunktfunktion)
  • 1787: Grafschaft Solms-Laubach (Anteil an der Herrschaft Münzenberg), Amt Laubach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Laubach (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Laubach (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Gießen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1822: Landgericht
  • seit 1879: Amtsgericht Laubach

Herrschaft:

Früheste Herrschaftsbildung die sog. Hersfelder Mark um Laubach und Hungen. Ende 12. Jahrhundert waren die Hersfeld. Herrschaftsrechte im Laubacher Raum wohl schon Lehen der Herren von Münzenberg, die 1183 bei der Neurodung von Ruppertsburg als Hersfelder Vögte auftreten. Nach dem Aussterben der Münzenberger gelangte das Gericht Laubach 1255 an die Herren von Hanau und von Falkenstein (Urkundenbuch der Herren von Hanau 1 Nr. 354 zu 1259); Neubelehnung der Herren von Hanau mit der iurisdictio in Loupach durch Hersfeld 1306 (Urkundenbuch der Herren von Hanau 2 Nr. 59). Im Streit mit den von Falkenstein wegen der Errichtung einer Burg durch Ulrich II. von Hanau, der 1288 vom Abt von Fulda und Landgraf Heinrich von Hessen geschlichtet wird, verspricht Ulrich auf Geheiß des Abtes von Fulda, in Laubach ohne den Rat und die Einwilligung des Landgrafen fernerhin keine Gebäude anzulegen, die sich bis zur Befestigung (municio) ausdehnen (Urkundenbuch der Herren von Hanau 1 Nr. 657). 1316 tauschen Philipp d. Ä. von Falkenstein und Ulrich I. von Hanau hanauische Leibeigene im Gericht Münzenberg gegen falkenstein. Leibeigene im Laubacher Gericht aus. 1335 bekennt Philipp d. Ä. von Falkenstein, daß ihm Ulrich II. von Hanau als Mitgift seiner Tochter Else Laubachburg und -dorf mit allem Zubehör gegeben habe und gestattet Wiedereinlösung. Davon machen die Herren von Hanau dann auch Gebrauch, als sie 1341 Laubach mit zugehörigen Orten an das Erzstift Mainz veräußerten. Dagegen erhoben die Falkensteiner erfolgreich Einspruch. Philipp d.Ä. von Falkenstein konnte vor einem kaiserl. Schiedsgericht nachweisen, daß Laubach zum Münzenberger Erbe gehöre und ihm daher ein Vorkaufsrecht zustehe; er erwirbt den hanauischen Anteil von Laubach für 2740 Pfd. Heller (Urkundenbuch der Herren von Hanau 2 Nr. 59, 158, 439, 560, 570, 574, 577, 581 ff.). 1397 erlaubt König Wenzel, dass Philipp von Falkenstein zu Ziegenberg, Grüningen, Laubach, Ruppertsburg und Petterweil Halsgericht, Stöcke und Galgen haben kann und damit nach Landesbrauch zu richten (Solmser Urkunden 1 Nr. 587, vgl. Nr. 601). Mit dem Anfall des falkenstein. Erbes kam das Gericht Laubach 1419/20 an das Haus Solms und fiel im Zuge verschiedener Teilungsverträge 1432 an Graf Johann von Solms (Solmser Urkunden 1 Nr. 996, 1036). Bei der Erbteilung des Jahres 1548 fiel das Amt Solms Friedrich-Magnus von Solms-Münzenberg zu (Solmser Urkunden 3 Nr. 2866). 1607 kam Laubach (mit Amt Utphe) an die Linie Solms-Laubach (?), 1676 an die Linie Solms-Wildenfels-Laubach

armiger 1310, officiatus 1321, Schultheiß 1463

1405: oppidum. Stadtwerdung im einzelnen ungeklärt, aber wohl erst unter solmsischer Herrschaft anzunehmen. - Ältestes Stadtsiegel 1427 überliefert (Ortswappenbuch Nr. 400). 1420 befreien die Graf Bernhard und Johann von Solms die Bürger von Laubach von Frondiensten und bisherigen Abgaben und erteilen die Freiheit, an Mauern, Türmen und Gräben zu bauen. Die Bede wird auf 120 Gulden festgesetzt. 1427 Freiung der Wüstung der Stadtgemeinde von allen Diensten gegen eine jährl. Geldrente von 6 Turnosen. (Roeschen, Regesten Laubach, S. 223 ff). Den geringen Umfang städt. Freiheit kennzeichnet das Fehlen einer eigenen Gerichtsbarkeit. Ratsverfassung 1427 zu erschließen (Bürgermeister, Rat und Schöffen). 1571 Einführung des Solmser Landrechts. 1765 Prozeß der Bürgerschaft und Zünfte gegen den Stadtrat und die Vierer. Bürgermeister, Schöffen und Rat 1427 (Solmser Urkunden 1 952), Bürgermeister, Schöffen, Rat und Geschworene 1451

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Stadtgemeinde s. Laubach, Stadtgemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Laubach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 750/802 überträgt Nordalach Kloster Fulda 20 Morgen, einen Knecht und dessen Frau, einen Hof und einen Bifang zu Laubach. Später erhält Fulda weitere vier Privatschenkungen, zwei davon wohl noch im 9. Jahrhundert (Codex Eberhardi 1 II S. 207, 209, 215, 220 = Dronke, Traditiones Capitulum 42 Nr. 102, 135, 224, 288, 290).
  • Vor 775 übertragen freie Leute dem Kloster Hersfeld 10 Hufen und 3 Mansen in Laubach (Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1 Nr. 38 [2]).
  • 1404 quittiert das Kloster Hersfeld Philipp von Falkenstein-Münzenberg das Kaufgeld von 3050 Gulden für den Kauf von Hungen, Laubach und (Ober-) Erlenbach (Solmser Urkunden 1 Nr. 659).
  • 1290 macht Kunigunde von Grünberg eine Seelgerätstiftung aus Gütern zu Ober-Laubach zugunsten Kloster Arnsburgs (Urkundenbuch der Herren von Hanau 1 Nr. 693).
  • 1489 verkauft Kloster Arnsburg seinen umfangreichen Besitz zu Laubach (21 Beständer) an die Grünberger Antoniter (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 2 S. 37 f.).
  • 1322 überweist der Grünberger Bürger Rudolf Mainzlar Kloster Haina, das seinen Sohn als Mönch aufgenommen hat, statt des ihm zukommenden Erbteils jährl. Einkünfte u.a. von Güterbesitz zu Ober-Laubach (Franz, Klosterarchive 6 Nr. 353). - 1365 verkaufen die Ritter Gottfried Strebekotz und Klas von Engelnhausen Kloster Haina Gülten zu Gonterskirchen, Wiemannshausen, Laubach und Nieder-Hindernau. 1381 hat Haina ein Haus zu Laubach gegenüber dem Kirchhof verpachtet (Franz, Klosterarchive 6 Nr. 693 f., 719, 795).
  • 1427 befreien die Grafen von Solms die Stadt Laubach von allen Diensten in den Wüstung Ober-Laubach, Steinbach und Germannshausen. Bürgermeister, Schöffen und Rat verpflichten sich, stattdessen 6 fl. zu der alten Bede jährl. zu zahlen vorbehaltl. des alten Geschosses, daß die Grafen,ihre Mannen und Burgmannen bisher dort hatten. Die Bürger dürfen Wald und Forst dort (d.h. bei den Wüstung) behalten (Solmser Urkunden 1 Nr. 952). 1434 tauscht Graf Johann V. von Solms mit Henne von Gonterskirchen gen. Strebekotz einen Hof unter der Burg zu Laubach gegen ein Haus daselbst (Uhlhorn, Grafen von Solms, S. 398). 1528 verkauft Kloster Haina Graf Philipp von Solms-Münzenberg für 2000 fl. ihren Hof zu Utphe samt Zinsen zu Ober-Bessingen, Ettingshausen, Gontershausen, Laubach, Trais-Horloff. Bestätigung durch Landgraf Philipp 1529 (Solmser Urkunden 3 Nr. 2654, 2680).

Zehntverhältnisse:

1057 verzichtet der Mainzer Erzbischof zugunsten des Abts von Hersfeld auf die von der Mainzer Kirche geforderten Sendabgaben von den Zehnten u.a. in Laubach.

1239 verpfändet Ulrich von Münzenberg Guntram und Kraft von Schweinsberg für 150 Mark einen Hof zu Bessingen mit Gefällen zu Buchholz, Groß-Laubach, Ober-Laubach (Zehnten), Engelhausen (Zehnten) und Münster (Eigenbrodt, Urkunden 1836 Nr. 2, S. 285 ff.)

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Pfarrei zu 1036/51 und 1057 zu erschließen (Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1 Nr. 98, Nr. 102), der damals ein Teil des Pfarrsprengels (Lardenbach) abgeteilt wurde zugunsten der neuerrichteten Kirche von Groß-Eichen [Kreis Alsfeld]. Priester (1224) (Solmser Urkunden 1 Nr. 4) gen.
  • 1183: clericus

Pfarrzugehörigkeit:

1435 waren Laubach die Kuratkirche von Freienseen, 1446 die Kirche von wüst Ruthartshausen und 1548 Ruppertsburg als Filiale eingepfarrt.

Seit 1560 zusätzlich Diakonatsstelle in Laubach eingerichtet

Patronat:

1057 Kloster Hersfeld, das 1347 die Kirche dem Kloster inkorporierte

Patronat 1404 an die Herren von Falkenstein veräußert, von diesen 1419 an Solms, 1432 an Solms-Lich ä. Laubach

1548 und später: Solms-Laubach.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Kaspar Glaumius 1544-1554

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Johann zu Mainz, Sendort Laubach

Juden:

Juden im 17. Jahrhundert in Laubach erstmals erwähnt, Gemeindebildung vor 1700.

1839: 112, 1861: 115, 1905: 57, 1925: 41 Juden

Synagoge (Untere Lippe 25) um 1780 errichtet. Eigener Friedhof südlich des Ortes, in der Nähe des Schulsportplatzes. (alemannia-judaica)

Kultur

Schulen:

1555: Gründung einer Lateinschule durch Gf. Friedrich Magnus v. Solms. Unterbrechung durch Dreißigjährigen Krieg und Verfall im 18. Jahrhundert Gründung des Progymnasiums (Fridericianum) durch Gf. Friedrich zu Solms-Laubach 1875, ab 1890 staatl., seit 1922 Realschule mit Realprogymnasium. Seit 1946 landeskirchl. Realgymnasium mit gymnasialem Zug (Paul-Gerhardt-Schule) mit Alumnat und Singalumnat (seit 1946). Berufs- u. Mittelschule. Laubach-Kolleg seit 1962.

Hospitäler:

1708-11 Errichtung des Armen- und Siechenhauses

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

1340 umfassen Burg und Gericht Laubach neben Laubach wüst Ober-Laubach, wüst Engelhausen, Lardenbach, Flensungen [Kreis Alsfeld], Stockhausen, Solms-Ilsdorf [Kreis Alsfeld), Freienseen, wüst Kreuzseen, wüst Bäumenseen (später Baumkirchen), wüst Oberseen (O.er Hof), wüst Wartmannshausen, wüst Germannshausen, Steinbach, wüst Ruttershausen (bei Laubach), Lützendorf, Germannshausen (!), Gonterskirchen,wüst Nieder-Hinternau, wüst Ober-Hinternau, Einartshausen,wüst Selbach, wüst Horloff, wüst Winden [Kreis Alsfeld], wüst Gersrode, wüst Lauternbach, Ruppertsburg (vgl. Ziff. 3a). 1432 umfaßte das Gericht: Laubach, Ruppertsburg, Lardenbach, Freienseen, Hartmannshausen, Ruthartshausen, Lauzendorf, Gonterskirchen, Einartshausen, Horloff mit den Wüstung Ober-Laubach, Engelhausen, den Hof Stockhausen, Hof Flensungen, Ilsdorf, Kreuzseen, Baumkirchen, Oberseen, Germannshausen, Hinderna, Selbach, Lauterbach, Winden, Hirschrode. 1548 und später gehörten zum Amt Laubach: Laubach, Ruppertsburg, Freienseen, Wetterfeld, Ilsdorf-Solms, Gonterskirchen, Einartshausen, Lardenbach, Utphe, Trais-Horloff, Inheiden. Seit 1548 ständige Residenz der Grafen von Solms-Laubach

1787 gehörten zum Amt Laubach Freien-Seen, Gonterskirchen, Ilsdorf, Lardenbach, Laubach (Stadt), Ruppertsburg, Wetterfeld sowie Flensunger Hof, Oberseener Hof, Ruthardshausen und der Stockhäuser Hof.

Wirtschaft:

Glashütten im Laubacher Wald. Von ca. 1839-1879

Mühlen:

1371: Steinmühle vor Laubach

Porzellanfabrik in der Untermühle

Markt:

1507 bestätigt Kaiser Maximilian Graf Philipp zu Solms, Herrn zu Münzenberg, das hergebrachte Recht, am St. Gallentag (16. Oktober) in der ihm zugehörigen Feste Laubach einen Jahrmarkt abzuhalten, und sichert ihm dabei Schutz, Schirm und Geleit sowie alle üblichen Privilegien. zu. (Wien Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Reichsregisterbuch TT, fol. 56v f.)

Münze:

Laubach war Münzstätte des Grafen Albert Otto II., die wohl nur von ca. 1620-1623 in Betrieb war.

Zoll:

1239 verpfändet Ulrich von Münzenberg Guntram und Kraft von Schweinsberg für 150 Mark einen Hof zu Bessingen mit Gefällen zu Buchholz, Groß-Laubach einschl. des dortigen Zolls, Ober-Laubach, Engelhausen und Münster (Eigenbrodt, Urkunden 1836 Nr. 2, S. 285 ff.). - 1278 bekennen die Gebr. von Bischofshausen, dass Reinhard von Hanau ihnen bis zur Abzahlung von 40 Mark jährl. 4 Mark auf den Zoll zu Laubach angewiesen habe (Urkundenbuch der Herren von Hanau 1 Nr. 553). 1321 verleiht Ulrich II. von Hanau Franken von Linden und Johann von Kinzenbach Einkünfte vom Zoll zu Laubach (Urkundenbuch der Herren von Hanau 2 Nr. 231).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Laubach, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10259> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde