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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 35. Eschwege

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Aue

Stadtteil · 168 m über NN
Gemeinde Wanfried, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Hof; Sonstiges

Lagebezug:

5 km ostsüdöstlich von Eschwege in der Ebene vor dem Schlierbachwald nahe der Werra gelegen

Ersterwähnung:

1128

Historische Namensformen:

  • Owa, Dorf (1128)
  • Owe, zur (1292)
  • Awe (1292)
  • Auwe (1450)
  • Ouwe, zu der (1490)
  • Awe (1517)
  • Aue an der Werra

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1128)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

  • Rund 1,1 km nordöstlich der Ortsmitte von Aue in der Flur "Auf der Steinrutsche", die am Ausgang des zwischen der Asbachshöhe und dem Sohlberg herabkommenden Petersgrunds liegt, fand K. Sippel 1992 im Ackergelände auf einer Fläche von etwa 100 x 50 Größe, die in nw-so-Richtung verläuft (hier mittig lokalisiert) über 70 Scherben. Sie sind etwa ins 10./11. - 13. Jahrhundert zu datieren und stammen von einer Wüstung (vgl. Hallstatt- und Latènezeit).

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3578799, 5672097
UTM: 32 U 578694 5670268
WGS84: 51.17840968° N, 10.12581678° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636013020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 424, davon 177 Acker (= 41.75 %), 26 Wiesen (= 6.13 %), 192 Holzungen (= 45.28 %)
  • 1961 (Hektar): 714, davon 377 Wald (= 52.80 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Aue: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Eschwege
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Eschwege
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Aue
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Eschwege
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Die örtliche Gerichtsbarkeit unterstand von 1272 bis 1366 den Herren von Aue.
  • 1822: Kurfürstliches Justizamt Eschwege
  • 1834: Kurfürstliches Justizamt Eschwege II
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Wanfried eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1490 besaßen die von Eschwege das halbe, 1585 das ganze Dorf als Lehen von Sachsen-Eisenach. 1517 nahm aber das Kloster S. Cyriaci in Eschwege Gerichtsbarkeit und Hoheit in Anspruch.

Ortsadel:

Adlige von (der) Aue wurden 1272 (1292) erwähnt und starben 1435 aus.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Für die Pfarrkirche S. Clementis wurde erstmals 1278 ein Pfarrer genannt.

Pfarrzugehörigkeit:

Offizial von Heiligenstadt, dann Filial von Völkershausen

Patronat:

Das Patronat über die Pfarrkirche S. Clementis besaß das Kloster S. Cyriaci in Eschwege.

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Rost 1555 bis ca. 1560

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Aue, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5296> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde