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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 25. Allendorf

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Albungen

Stadtteil · 156 m über NN
Gemeinde Eschwege, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Hof; Sonstiges

Lagebezug:

6,5 km nordwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

Unmittelbar an der Werra gelegen, die hier das Eschweger Becken verlässt.

Das Dorf befindet sich unterhalb der Burg Fürstenstein und nahe der alten Nürnberger Landstraße.

Bahnhof (Bahnhof Albungen) der Eisenbahnlinie Bebra - Friedland ("Bebra-Friedländer-Bahn"; "Werratalbahn (III)").

Ersterwähnung:

1075

Historische Namensformen:

  • Albungun (1075)
  • Alfungen (1236)
  • Albungen (1284)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3569739, 5677693
UTM: 32 U 569637 5675861
WGS84: 51.22987839° N, 9.997361646° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636003010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 198, davon 124 Acker (= 62.63 %), 27 Wiesen (= 13.64 %), 3 Holzungen (= 1.52 %)
  • 1961 (Hektar): 511, davon 216 Wald (= 42.27 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1585: 20 Haushaltungen (Der ökonomische Staat)
  • 1750 gab es unter den 237 Einwohnern je 2 Zimmerleute und Schreiner, 22 Leineweber, 11 Tagelöhner, 6 Tagelöhnerinnen, 6 Ackerbauern und einen Gastwirt
  • 1750: 42 Häuser mit 237 Einwohnern, darunter 49 Hintersassen
  • 1885: 347, davon 338 evangelisch (= 97.41 %), 9 katholisch (= 2.59 %)
  • 1961: 449, davon 415 evangelisch (= 92.43 %), 20 katholisch (= 4.45 %)
  • 1970: 461

Diagramme:

Albungen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1075: Gau Germarmark
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Bilstein
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Bilstein
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Abterode
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege, Gericht Bilstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Ursprünglich Gericht Bilstein und Klostergericht Germerode
  • 1814-1821: Gericht Bilstein
  • 1822: Kurfürstliches Justizamt Eschwege
  • 1834: Kurfürstliches Justizamt Eschwege II
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Eschwege eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Diede von Fürstenstein (bis zum Aussterben 1807)
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Das Dorf war ursprünglich nach Wettingendorf, später nach Kleinvach eingepfarrt und unterstand dem Dekanat Allendorf des Archidiakonats Heiligenstadt.

Seit 1593 war es eine eigene Pfarrei der Klasse Allendorf mit Filial Hitzelrode.

Patronat:

Das Patronat übten die Landgrafen und die Diede zum Fürstenstein abwechselnd aus.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Bonifatius (Pankratius) Dormann 1526(?)-1541

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Albungen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5219> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde