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Empfershausen

Ortsteil · 190 m über NN
Gemeinde Körle, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km nordnordöstlich von Melsungen

Lage und Verkehrslage:

Das Dorf besteht aus den 0,8 km voneinander entfernten Gehöftgruppen Unterempfershausen und Oberempfershausen, die es bereits 1575 als getrennte Siedlungen gab.

Ersterwähnung:

1460

Siedlungsentwicklung:

1575 gab es bereits wie jetzt Oberempfershausen und Nieder- bzw. Unterempfershausen.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3538609, 5672059
UTM: 32 U 538520 5670230
WGS84: 51.18219094° N, 9.551113686° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634012010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 228, davon 156 Acker (= 68.42 %), 52 Wiesen (= 22.81 %), 9 Holzungen (= 3.95 %)
  • 1961 (Hektar): 707, davon 480 Wald (= 67.89 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Empfershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1575 gehörten Oberempfershausen und Unterempfershausen zum Amt Melsungen (Salbuch)
  • 1445: Landgrafschaft Hessen, Amt Melsungen
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Unteramt Melsungen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Körle (hier werden Oberempfershausen und Unterempfershausen getrennt genannt)
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • 1822: Justizamt Melsungen
  • 1867: Amtsgericht Melsungen
  • 1879: Amtsgericht Melsungen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Gemeinde Körle, deren Ortsteil Empfershausen wurde.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1569 zu Eiterhagen

1585 wurde im Melsunger Salbuch gesagt, dass Empfershausen eine Pfarrei sei, die zur Zeit vom Pfarrer von Eiterhagen versehen werde.

Auch in dem Verzeichnis der Prediger um 1620 wurde Empfershausen Filial von Eiterhain genannt.

Jedoch war es nach dem "Ökonomischen Staat" 1585 nur eingepfarrt nach Eiterhagen gewesen.

Zumindest 1872 war es dann tatsächlich nur nach Eiterhagen eingepfarrt (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 196).

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Empfershausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4883> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde