Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Schwickartshausen

Stadtteil · 217 m über NN
Gemeinde Nidda, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km nordwestlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am Laisbach gelegen

Ersterwähnung:

1020

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3505401, 5584177
UTM: 32 U 505324 5582383
WGS84: 50.39347326° N, 9.074904329° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440016130

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2868, davon 828 Acker, 424 Wiesen, 1536 Wald
  • 1961 (Hektar): 716, davon 363 Wald (= 50.70 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 257, davon 249 evangelisch (= 96.89 %), 5 katholisch (= 1.95 %)
  • 1970: 241 Einwohner

Diagramme:

Schwickartshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Lißberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Lißberg
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Lißberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1821: Landgericht Ortenberg
  • 1879: Amtsgericht Ortenberg
  • 1968: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Nidda.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Kloster Fulda hatte den Aufzeichnungen im Codex Eberhardi zufolge Besitzungen und den Zehnten in Schwickartshausen inne.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Vor 1200: Kirche
  • 1344: Pfarrei

Pfarrzugehörigkeit:

1344 gehörte Lißberg zum Kirchspiel, das 1612 eigenständige Pfarrei wurde. Seit der Reformationszeit gehörten Eckartsborn, Bobenhausen und Bellmuth zur Pfarrei.

Patronat:

1344 und in der Folge hatte Kloster Fulda den Patronat inne. In der Reformationszeit fiel die Kollatur an die Landgrafen von Hessen. Von 1669 bis 1700 hatten sie vorübergehend und mit Beschränkungen die Pfandherren des Amtes Lißberg inne. 1567-1577 waren die Grafen von Dietz Oberherren und Kollatoren.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Andreas Ulichius 1536

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Mariengreden, Dekanat Roßdorf, Sendbezirk (zu Beginn des 16. Jahrhunderts nicht mehr als Sendort belegt)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schwickartshausen, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12161> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde