Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Oberau

Ortsteil · 131 m über NN
Gemeinde Altenstadt, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km westlich von Büdingen

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Die Erwähnung zu 1219 ist nicht zweifelsfrei auf Oberau zu beziehen. Möglicherweise handelt es sich um einen Lesefehler für Rohrbach (Stadt Büdingen)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1267)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3496264, 5571056
UTM: 32 U 496191 5569267
WGS84: 50.27552842° N, 8.946542172° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440001050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 937, davon 338 Acker, 184 Wiesen, 371 Wald
  • 1961 (Hektar): 234, davon 24 Wald (= 10.26 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 473, davon 268 evangelisch (= 56.66 %), 193 katholisch (= 40.80 %)
  • 1970: 587 Einwohner

Diagramme:

Oberau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Reichsburg Friedberg, Grafschaft Kaichen, Amt Altenstadt
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Burggrafschaft Friedberg, Amt Altenstadt (Souveränität beim Großherzog, aber Eigentum des Burggrafen bis zu dessen Ableben)
  • 1817: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Altenstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Altenstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Vilbel
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1821: Landgericht Groß-Karben
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Altenstadt
  • 1968: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.10.1971 zur Gemeinde Altenstadt.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Nach späterem Transumpt (1251) bestätigt Papst Honorius III. 1219 die Besitzungen des Klosters Conradsdorf, namentlich die Pfarrkirche zu Glauburg mit den Kapellen zu Ortenberg, Oberau, Dudilsheim, Bleichenbach und Stocheim, Hufe in Conradsdorf, Glauburg, Dudilsheim und Muxstat und das halbe Dorf Wippenbach.
  • 1267 übergeben Winter von Reifenberg und seine Ehefrau Gertrud dem Kloster Haina ihre sämtlichen Güter in Altenstadt (Aldenstat), Lindheim (Lintheim) und Oberau (Oberahe), sowie 5 Morgen Weinberge zu Bergen als Almosen zu dauerndem Eigen, behalten sich jedoch, solange einer von ihnen lebt, die Hälfte des Weinertrags und den Gesamtertrag der Dörfer vor.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1219 zum Kirchspiel von Glauberg gehörig

Patronat:

Bis 1581 Kloster Konradsdorf, danach gemeinschaftlich Herren von Stolberg, Isenburg-Birstein und Hanau-Münzenberg, 1601 an Hanau-Münzenberg, 1642 an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Kassel

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Daniel Storck 1568-1587

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberau, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12146> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde