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Herzogtum Nassau 1819 – 30. Feldberg

Wüstems

Ortsteil · 340 m über NN
Gemeinde Waldems, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

25,5 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt 4,5 km südwestlich von Schmitten.

Ersterwähnung:

1274

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3456316, 5568881
UTM: 32 U 456259 5567093
WGS84: 50.25437013° N, 8.386413399° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439016060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 440, davon 87 Acker (= 19.77 %), 33 Wiesen (= 7.50 %), 306 Holzungen (= 69.55 %)
  • 1961 (Hektar): 447, davon 302 Wald (= 67.56 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1566: 19 Haushaltungen
  • 1648: 5 Haushaultungen
  • 1821: 103 Einwohner
  • 1885: 183, davon 183 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 246, davon 211 evangelisch (= 85.77 %), 28 katholisch (= 11.38 %)

Diagramme:

Wüstems: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1566: Amt Idstein
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Idstein
  • 1813: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Idstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VII (Kreisamt Idstein)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Usingen
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Usingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Usingen

Gericht:

  • Zum Gericht „In der Ems“ gehörig.
  • bis 1816: Oberamt Idstein
  • 1816: Amt Idstein
  • 1849: Justizamt Idstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Idstein
  • 1867: Amtsgericht Idstein

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur neugegründeten Gemeinde Waldems.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1520 werden Streitigkeiten mit Reichenbach von Graf Philipp von Nassau-Idstein geschlichtet. Königsteinische Notbedeeinnahmen sind 1593, 1597 und 1667 überliefert.

Zehntverhältnisse:

1594 verpfändete Wilderich von Walderdorf seinen Anteil am kleinen Zehnten zu Wüstems an Daniel Naurath, Pfarrer zu Rod a.d. Weil.

1599 verkaufte Wilderich von Walderdorf seine Anteil am kleine Zehnten an Bernhard Horneck von Weinheim, Oberamtmann zu Idstein.

Im Jahre 1790 verkauften die Erben des Rektors Johann Martin Wenk aus Darmstadt für 1800 fl. ihr Viertel am Frucht- und Blutzehnten an die Landesherrschaft.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprüngliche Zugehörigkeit zum Kirchspiel Steinfischbach vermutet. Im 17. Jahrhundert zu Oberrod

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Historische Ereignisse:

1520 wurden Streitigkeiten zwischen Wüstems und Reichenbach durch Graf Philipp von Nassau-Idstein geschlichtet.

Wirtschaft

Zoll:

1593, 1597 und 1667 wurde durch die Herren von Königstein eine Notbede erhoben.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wüstems, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11058> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde