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Herzogtum Nassau 1819 – 50. Lorch

Marienhausen

Kloster · 225 m über NN
Gemarkung Aulhausen, Gemeinde Rüdesheim am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Kloster

Lagebezug:

2,3 km nordwestlich von Rüdesheim am Rhein

Lage und Verkehrslage:

Am Nordrand des Dorfes Aulhausen auf einer Talsohle gelegen.

Ersterwähnung:

1189

Siedlungsentwicklung:

Ende des 12. Jahrhunderts gegründetes Zisterzienserinnenkloster, das als solches bis 1810 bestand. Die Klostergebäude wurden 1752-1753 neu errichtet.

Seit 1889 Einrichtung einer Knabenerziehungsanstalt der Diözese Limburg, seit 1924 verbunden mit einem Salesianerkloster.

Historische Namensformen:

  • Hvsen (1189) [Mainzer UB 1, Nr. 518, S. 853-854]
  • Ulenhusen (1219)
  • [bis Mitte des 16. Jahrhunderts gleich dem benachbarten Dorf Aulhausen benannt, auf Siegeln des Mittelalters jedoch schon "Kirche der hl. Maria in Hausen"]
  • Marienhausen (seit 2. Hälfte 16. Jahrhundert)

Bezeichnung der Siedlung:

  • cella sororum Clarevallensis ordinis in loco, qui Hvsen dicitur (1189);
  • monasterium (1219);
  • Diözesanknabenheim

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3420773, 5540536
UTM: 32 U 420730 5538760
WGS84: 49.99588991° N, 7.893989922° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

43901302005

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Rüdesheim und Amtsvogtei Geisenheim

Altkreis:

Rheingaukreis

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Gründer des Klosters war möglicherweise der Mainzer Vitztum Konrad (bezeugt 1171-1173, gestorben vor 1181). Sein Sohn Gisilbert von Rüdesheim besaß die Vogtei über das Kloster, bis sie 1189 vom Mainzer Erzbischof abgelöst wurde. 1219 weihte der Erzbischof die dortige Kirche und stattete das Kloster damals und in der Folge mit Rodungsland und Waldstücken im Kammerforst aus. Das Kloster erlangte mehrere päpstliche Schutzbriefe im 13. Jahrhundert. Nach der Aufhebung 1810 zunächst in adligem Besitz wurden die Gebäude 1888 vom Bischof von Limburg erworben und als Rettungsanstalt verwendet.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1219: Weihe der Kirche durch den Mainzer Erzbischof
  • Kirche Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet
  • 1925: Wiederaufbau nach Brand

Klöster:

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Marienhausen, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10918> (Stand: 8.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde