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Herzogtum Nassau 1819 – 40. Wehen

Born

Ortsteil · 105 m über NN
Gemeinde Hohenstein, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf am Hang über dem Herbach mit Kirche am nördlichen Ortsrand

Ersterwähnung:

(1213/1214)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villula (1213/1214)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3436012, 5558484
UTM: 32 U 435963 5556701
WGS84: 50.1590601° N, 8.103492835° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439006010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 671, davon 211 Acker (= 31.45 %), 58 Wiesen (= 8.64 %), 376 Holzungen (= 56.04 %)
  • 1961 (Hektar): 670, davon 386 Wald (= 57.61 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1593: 103 Einwohner (= 23 Haushaltungen)
  • 1615: 29 Haushaltungen
  • 1670: 9 Haushaltungen
  • 1747: 25 Wohnhäuser
  • 1821: 192 Einwohner
  • 1885: 261, davon 254 evangelisch (= 97.32 %), 7 katholisch (= 2.68 %)
  • 1961: 395, davon 337 evangelisch (= 85.32 %), 55 katholisch (= 13.92 %)
  • 1970: 468 Einwohner
  • um 1700: 90 Einwohner

Diagramme:

Born: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1444: Amt Wehen
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Wehen
  • 1803: Nassau-Usingen, Amt Wehen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Wehen
  • 1849: Justizamt Wehen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wehen
  • 1867: Amtsgericht Wehen
  • 1945: Amtsgericht Bad Schwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1972 zur Gemeinde Hohenstein

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (1213/1214) vermacht Gerward von Bleidenstadt dem Kloster Eberbach 2 Malter Hafer von seinen Gütern in Born. Graf Adolf III. von Nassau-Wiesbaden verpfändet 1497 an Eckhard von Elkerhausen, Propst des Klosters Bleidenstadt den großen und kleinen Zehnten zu Born, den 1508 das Stiftskapitel noch besitzt.

Zehntverhältnisse:

1430 belehnt die Mainzer Dompropstei Friedrich von Hohenstein u.a. mit einem halben Zehnten zu Born.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1703: Kirche

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich zum Kirchspiel Breithard gehörig, zeitweilig auch zu Adolfseck. Im 19. Jahrhundert zu Bleidenstadt

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Wirtschaft

Wirtschaft:

Aus dem 18. Jahrhundert ist ein Sauerbrunnen nahe der Aar bekannt, dessen hohe Wasserqualität den Versand von Krügen einleitete.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Born, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10756> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde