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Herzogtum Nassau 1819 – 39. Kemel

Watzelhain

Ortsteil · 440 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4,5 km westlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung mit lockerer Häuseranordnung nahe der Quelle eines Zuflusses zum Dornbach.

Ersterwähnung:

(um 1260)

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3429108, 5556467
UTM: 32 U 429061 5554685
WGS84: 50.14014381° N, 8.007266836° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439005160

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 409, davon 130 Acker (= 31.78 %), 22 Wiesen (= 5.38 %), 186 Holzungen (= 45.48 %)
  • 1961 (Hektar): 409, davon 234 Wald (= 57.21 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1583: 11 Hausgesäße
  • 1809: 193 Einwohner
  • 1827: 196
  • 1885: 195, davon 194 evangelisch (= 99.49 %), 1 katholisch (= 0.51 %)
  • 1961: 149, davon 135 evangelisch (= 90.60 %), 12 katholisch (= 8.05 %)
  • 1970: 212
  • 1985: 186

Diagramme:

Watzelhain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Hohenstein
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1260 werden Graf Eberhard von Katzenelnbogen Rudwin mit seinen Brüdern und Schwestern, Arnold mit Frau und Kindern, dessen Burder Helwig mit Frau und Kindern und Volknand desgl. zugesprochen. Ein Güterverzeichnis aus dem 14. und 15. Jahrhundert verzeichnet Besitz des Mainzer Mariengradenstiftes. Die Hohensteiner Rechnungen nennen Hafereinnahmen aus Watzelhain.

Zehntverhältnisse:

1476 einigen sich Amtmann Kuno von Reifenberg und Landschreiber Johann Keste zu Hohenstein, Diete von Dornbach, Henn Schulheiß zu Springen u.a. mit dem Mainzer Liebfrauenstift dergestalt, dass sie den zu den Hufen in Langenseifen beanspruchten Zehnten in Watzelhain noch 15 Jahre lang mitgenießen, dem Stifte dagegen eine Jahresrente von 8 Gulden entrichten sollen.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Filiale von Kemel.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Kemel, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Kemeler Pfarrer Walter Schellemann um 1534.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Watzelhain, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10832> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde