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Herzogtum Nassau 1819 – 39. Kemel

Springen

Ortsteil · 433 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km westlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossene Siedlung mit lockerer Gebäudeanordnung und Kirche als Mittelpunkt.

Ersterwähnung:

1107

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1108)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3427440, 5556741
UTM: 32 U 427394 5554958
WGS84: 50.142405° N, 7.983885392° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439005150

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 878, davon 196 Acker (= 22.32 %), 48 Wiesen (= 5.47 %), 472 Holzungen (= 53.76 %)
  • 1961 (Hektar): 878, davon 597 Wald (= 68.00 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1583: 24 Hausgesäße
  • 1809: 300 (14 Juden)
  • 1827: 356
  • 1885: 266, davon 248 evangelisch (= 93.23 %), 18 katholisch (= 6.77 %)
  • 1961: 234, davon 207 evangelisch (= 88.46 %), 27 katholisch (= 11.54 %)
  • 1970: 263

Diagramme:

Springen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1108: Einrichgau
  • 1530 und 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Hohenstein
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1108 schenkt Erzbischof Ruthard von Mainz dem Kloster Disibodenberg u.a. die Dörfer Dreispringen und Dornbach. 1189/90 wird Springen unter den Orten genannt, die der Mainzer Erzbischof Konrad I. für seine Kirche von Graf Rupprecht von Nassau zurückerworben hat.
  • Mainzisches Gebiet mit dem zunächst die Grafen von Katzenelnbogen, im 16. /17. Jahrhundert die Herren von der Leyen, danach die Freiherren von Schönborn belehnt waren. Die von Hohenstein hatten in Springen eine Hafergülte als katzenelnbogisches Lehen. Ein Güterverzeichnis aus dem 14. und 15. Jahrhundert verzeichnet Besitz des Mainzer Mariengradenstiftes.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Pfarrkirche St. Odilia, im Kern mittelalterliche Wehrkirche

Patrozinien:

  • Odilia

Pfarrzugehörigkeit:

1585 zum Kirchspiel Kemel gehörig.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Kemel, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Kemeler Pfarrer Walter Schellemann um 1534.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Springen, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10823> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde