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Herzogtum Nassau 1819 – 39. Kemel

Huppert

Ortsteil · 430 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km nordwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung mit einfachem Grundriss am Dörsbach

Ersterwähnung:

(um 1260)

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3429070, 5562129
UTM: 32 U 429023 5560344
WGS84: 50.19103423° N, 8.005680466° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439005060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 406, davon 133 Acker (= 32.76 %), 32 Wiesen (= 7.88 %), 204 Holzungen (= 50.25 %)
  • 1961 (Hektar): 406, davon 203 Wald (= 50.00 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1583: 9 Hausgesäße
  • 1809: 106 Einwohner
  • 1827: 142 Einwohner
  • 1885: 226, davon 103 evangelisch (= 45.58 %), 123 katholisch (= 54.42 %)
  • 1961: 306, davon 129 evangelisch (= 42.16 %), 175 katholisch (= 57.19 %)
  • 1970: 390 Einwohner

Diagramme:

Huppert: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1361: Vierherrengericht auf dem Einrich
  • 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1629: Gericht Kemel
  • 1816: Amt Hohenstein
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur neu gebildeten Gemeinde Heidenrod

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1260 wird im Teilungsvertrag der Grafen Diether und Eberhard von Katzenelnbogen letzterem in Huppert ein gewisser Gozzo zugesprochen.
  • 1361 noch zum Vierherrengeding auf dem Einrich gehörig gelangte Huppert frühzeitig unter katzenelnbogischen Einfluß und kam 1479 an die Landgrafschaft Hessen. 1629 werden vier Höfe genannt, zwei im Besitz von Hessen-Rotenburg, einer des Freiherrn von Ritter, ein weiterer im Besitz des Freiherrn von Nordeck.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1585 zum Kirchspiel Kemel gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Kemel, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Kemeler Pfarrer Walter Schellemann um 1534.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Huppert, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10783> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde