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Herzogtum Nassau 1819 – 38. Nastätten

Grebenroth

Ortsteil · 400 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km nordwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrißmerkmalen parallel zum Bärbach.

Ersterwähnung:

(um 1260)

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3423933, 5563012
UTM: 32 U 423888 5561227
WGS84: 50.19833333° N, 7.933580245° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439005040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 630, davon 242 Acker (= 38.41 %), 46 Wiesen (= 7.30 %), 313 Holzungen (= 49.68 %)
  • 1961 (Hektar): 634, davon 380 Wald (= 59.94 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1526: 10 Hausgesäße
  • 1587: 9 Hausgesäße
  • 1809: 146 Einwohner (15 Juden)
  • 1827: 257
  • 1885: 229, davon 200 evangelisch (= 87.34 %), 16 katholisch (= 6.99 %), 13 Juden (= 5.68 %)
  • 1961: 213, davon 179 evangelisch (= 84.04 %), 30 katholisch (= 14.08 %)
  • 1970: 264

Diagramme:

Grebenroth: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1520: Vierherrisch, Gericht Altenberg
  • Bis 1778: Vierherrisch, Kirchspiel Altenberg
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1494: "Gericht auf dem Altenberge
  • 1816: Amt Nastätten
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1260 wird Grebenroth in der Erbteilung der älteren Linie des Grafenhauses Katzenelnbogen zugesprochen.
  • 1274 wiesen die Grafen von Katzenelnbogen ein Burglehen aus ihrem Allod Grebenroth an. 1361 wird es im Weistum des Vierherrengedings auf dem Einrich genannt. 1444 erhielt Kloster Gronau von den Grafen von Katzenelnbogen einen Hof mit allem Zubehör, Ställen, Gärten, Wiesen und Äckern. Die Schenkung diente der Wiederherstellung der zuvor zerrüttenen wirtschaftlichen Verhältnisse des Klosters. Das Hospital besaß dort später drei Höfe, 1629 sogar vier und noch 1771 drei Höfe.

Ortsadel:

1390

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1555 zur Pfarrei Altenberg gehörig.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1527

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Grebenroth, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10769> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde