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5914 Eltville (Rhein)
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Herzogtum Nassau 1819 – 47. Eltville

Martinsthal

Stadtteil · 154 m über NN
Gemeinde Eltville am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9,4 km südlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung an der Walluf. Kirche in der Ortsmitte an einem Hang.

Ersterwähnung:

1363

Siedlungsentwicklung:

1363 wurden Siedler mit einer zehnjährigen Steuerfreiheit zur Niederlassung bewogen. Es kamen die Einwohner des nahegelegenen Dorfes Rode.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3437163, 5546599
UTM: 32 U 437113 5544820
WGS84: 50.05234594° N, 8.121553321° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439003040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 473, davon 301 Wald (= 63.64 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1525: 87 Herdstellen
  • 1700: 37 Bürger und 8 Beisassen
  • 1961: 979, davon 93 evangelisch (= 9.50 %), 877 katholisch (= 89.58 %)
  • 1970: 1061

Diagramme:

Martinsthal: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1604: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Eltville
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Vizedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville und Amtsvogtei Erbach (links der Waldaffe Teil des Lindauer Gerichts des Grafen von und zu der Leyen)
  • 1803: Nassau-Usingen, Vicedomamt Rheingau, Amtskellerei Eltville
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Eltville
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VIII (Kreisamt Rüdesheim)
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Rheingaukreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingaukreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Rheingaukreis

Gericht:

  • 1576: Gericht Eltville
  • 1816: Amt Eltville
  • 1849: Justizamt Eltville
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Eltville
  • 1867: Amtsgericht Eltville
  • 1943: Amtsgericht Rüdesheim (Zweigstelle Eltville)
  • 1949: Amtsgericht Eltville

Herrschaft:

1363 gewährt der Mainzer Erzbischof Gerlach allen, die nach Martinsthal ziehen, eine zehnjährige Steuerfreiheit.

Gemeindeentwicklung:

Bis 11.7.1935 Neudorf

Am 1.1.1977 Eingemeindung in die Stadt Eltville am Rhein.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1401: Pleban

Patrozinien:

  • Sebastian und Laurentius

Pfarrzugehörigkeit:

Zunächst Fililal der Pfarrei Eltville, Anfang des 15. Jahrhunderts verselbstständigt. 1429 alle Pfarrrechte außer der Taufe (diese erst 1501). 1589 bis etwa 1650 war die Pfarrei Oberwalluf mit der von Martinsthal vereinigt.

Patronat:

1429 hat die Gemeinde Neudorf das Patronatsrecht inne.

Bekenntniswechsel:

Die Reformation konnte sich im Erzbistum Mainz nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Mainzer Archidiakonat St. Moritz in Mainz

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Martinsthal, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10739> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde