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5814 Bad Schwalbach
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Herzogtum Nassau 1819 – 39. Kemel

Ramschied

Stadtteil · 372 m über NN
Gemeinde Bad Schwalbach, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2,5 km südwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Sieldung am Dornbach mit regelosem Grundriß und wenigen Hofreiten.

Ersterwähnung:

1189/90

Siedlungsentwicklung:

Ursprünglich aus den zwei Dörfern Obernramschied und Niedernramschie bestehend. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wiedererrichtet.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3431129, 5555811
UTM: 32 U 431082 5554029
WGS84: 50.13448519° N, 8.03565216° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439002080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 484, davon 123 Acker (= 25.41 %), 35 Wiesen (= 7.23 %), 264 Holzungen (= 54.55 %)
  • 1961 (Hektar): 484, davon 295 Wald (= 60.95 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1587: 8 Hausgesessene
  • 1809: 142 Einwohner
  • 1827: 155
  • 1885: 185, davon 162 evangelisch (= 87.57 %), 23 katholisch (= 12.43 %)
  • 1961: 211, davon 154 evangelisch (= 72.99 %), 50 katholisch (= 23.70 %)
  • 1970: 299

Diagramme:

Ramschied: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Hohenstein
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Bad Schwalbach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1200 hatte Werner II. von Bolanden von den Grafen von Katzenelnbogen 5 Schilling Einkünfte in Ramschied zu Lehen.
  • Um 1215 ist Kuno von Gerolstein als Pfandinhaber einer rheingräflichen Rente in Ramschied und Meilingen belegt. 1400 und 1427 hatten die Herren von Gerolstein das Dorf Oberramscheid mit Gericht und Grundherrschaft von den Rheingrafen zu Lehen. 1569 fiel das Lehen mit dem Aussterben der Herren von Gerolstein an die Rheingrafen heim.
  • Seit 1404 belehnte zunächst die Diezer und päter die Dillenburger Linie des Hauses Nassau die Familie Greiffenklau von Volrads u.a. mit einem Teil von Ramschied.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Um 1380 Filliale von Bärstadt.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Bärstadt, Einführung der Reformation vermutlich ab 1527.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1626 wieder lutherisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ramschied, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10818> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde