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Herzogtum Nassau 1819 – 39. Kemel

Lindschied

Stadtteil · 380 m über NN
Gemeinde Bad Schwalbach, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2 km nördlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriß und einer Vielzahl kleiner Gehöfte.

Siedlungsentwicklung:

1355 trennte Graf Adolf von Nassau einen Teil der Lindschieder Gemarkung ab und ließ dort eine Burg errichten, so entstand das Dorf Adolfseck. Die Gemarkung änderte sich über die Jahrhunderte nicht wesentlich, wie aus einem Weistum aus dem Jahre 1489 hervorgeht..

Am 1.1.1977 zur Stadt Bad Schwalbach.

Historische Namensformen:

  • Lindenscheid (um 1260)
  • Lindeschied (um 1320)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3433271, 5558720
UTM: 32 U 433223 5556937
WGS84: 50.1608792° N, 8.065098723° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439002070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 461, davon 149 Acker (= 32.32 %), 34 Wiesen (= 7.38 %), 225 Holzungen (= 48.81 %)
  • 1961 (Hektar): 463, davon 249 Wald (= 53.78 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1587: 14 Hausgeseßene
  • 1809: 130 Einwohner
  • 1827: 172
  • 1885: 170, davon 75 evangelisch (= 44.12 %), 95 katholisch (= 55.88 %)
  • 1961: 397, davon 237 evangelisch (= 59.70 %), 154 katholisch (= 38.79 %)
  • 1970: 418

Diagramme:

Lindschied: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1530: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1629: Hessische Niedergrafschaft, Amt Hohenstein
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Balthasar Pietsch; Verwaltung weiterhin in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Hohenstein
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Die Gerichte Lindschied und Heimbach hatten die Grafen von Rieneck an die Breder von Hohenstein verlehnt. Seit dem Aussterben der Grafen von Reineck 1559 wurde Mainz selbst Lehnsherr.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Um 1380 Filliale von Bärstadt. Anfang des 17. Jahrhunderts zu Langenschwalbach.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Langenschwalbach, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Schwalbacher Pfarrer Sebastian Ligarius ab 1534.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1605, 1624 wieder lutherisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Lindschied, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10795> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde