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5714 Kettenbach
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Herzogtum Nassau 1819 – 32. Hünerkirche

Daisbach

Ortsteil · 220 m über NN
Gemeinde Aarbergen, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,9 km nördlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf mit regellosem Grundriss

Ersterwähnung:

879

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3436347, 5568440
UTM: 32 U 436298 5566653
WGS84: 50.24859134° N, 8.106511965° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439001010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 256, davon 128 Acker (= 50.00 %), 19 Wiesen (= 7.42 %), 97 Holzungen (= 37.89 %)
  • 1961 (Hektar): 260, davon 99 Wald (= 38.08 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1747: 18 Wohnhäuser
  • 1821: 182 Einwohner
  • 1885: 238, davon 110 evangelisch (= 46.22 %), 111 katholisch (= 46.64 %), 17 Juden (= 7.14 %)
  • 1961: 378, davon 118 evangelisch (= 31.22 %), 256 katholisch (= 67.72 %)
  • 1970: 436 Einwohner

Diagramme:

Daisbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1560: zur Panroder Mark
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Amt Burgschwalbach
  • 1803: Nassau-Usingen, Kirchspiel Kettenbach
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • Gericht Kettenbach
  • bis 1816: Amt Katzenelnbogen
  • 1816: Amt Wehen
  • 1849: Justizamt Wehen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wehen
  • 1867: Amtsgericht Wehen
  • 1879: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 zur Gemeinde Aarbergen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1600 verkauft Hans Andreas von der Leyen Daisbacher Wiesen als Zubehör des Ramstätter Hofes. 1677 erwarb Freiherr von Galen, Erbkämmerer des Hochstiftes Münster/Westfalen, die Herrschaft. 1749 stellen die Eheleute Egert, Pächter des Ramstätter Hofes dem Verpächter, Oberjägermeister von Hayn, eine Kaution von 1800 Talern auf Güter in der Gemarkung Daisbach. 1777 wurde der galische Besitz von Nassau unter der Bedingung übernommen, die katholischen Untertanen in der Glaubensausübung nicht zu beschränken.

Zehntverhältnisse:

1602 Novalien-, 1623 Lämmerzehnten des Stiftes Gemünden

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1735: Katholische Kirche errichtet

Patrozinien:

  • Joseph

Pfarrzugehörigkeit:

879 zum Kirchspiel Kettenbach gehörig. Von diesem durch die Herren von Galen um 1700 getrennt und rekatholisiert. 1777 zur Pfarrei

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation: um 1540

Katholischer Bekenntniswechsel: um 1690

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Haiger

Katholisches Dekanat Idstein

Wirtschaft

Wirtschaft:

1612: Bleibergwerk (von Cronberg)

1628: Erzbergwerk (von Cronberg)

Nach 1860 Eröffnung einer Grube zur Förderung von Silbervorkommen, die jedoch bereits 1890 mangels Erträgen stillgelegt wurde (ca. 1 km nordöstlich der Ortslage).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Daisbach, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10758> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde