Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Schönnen

Stadtteil · 238 m über NN
Gemeinde Erbach, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Mühle; Siedlung

Lagebezug:

3 km südlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes zweigeteiltes Dorf im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes.

Ersterwähnung:

1290

Siedlungsentwicklung:

1650 war Schönnen wüst und verbrannt.

Historische Namensformen:

  • Schonowe (1290)
  • Schoena (1347)
  • Schonauwe (1353)
  • Schone (1370)
  • Schonawe (1398)
  • Schona (1416)
  • Schonauwe (1419)
  • Schonauwe (1443)
  • Schönen [Generalstabskarte Großherzogtum Darmstadt 1832-1850]

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3499859, 5499256
UTM: 32 U 499784 5497496
WGS84: 49.63001889° N, 8.997006878° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437006120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1890, davon 473 Acker, 128 Wiesen, 1289 Wald
  • 1961 (Hektar): 553, davon 358 Wald (= 64.74 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1650: -
  • 1829: 163 Einwohner
  • 1961: 263, davon 214 evangelisch (= 81.37 %), 38 katholisch (= 14.45 %)
  • 1970: 262 Einwohner

Diagramme:

Schönnen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Erbach, Anteil an der Grafschaft Erbach, Amt Erbach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Erbach (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Erbach (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Erbach
  • 1972: Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Zentgericht Erbach
  • 1820: standesherrliches Amt Erbach
  • 1822: Landgericht Michelstadt
  • 1879: Amtsgericht Michelstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Stadt Erbach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1290 vermacht Eschenk Konrad von Erbach dem Kloster 13 Unzen Heller und eine Mastung von der Mühle zu Schönnen. 1304 schenken die Herren von Basen dem Kloster Schönau Gefälle zu Schönnen. 1347 erlaubt Schenk Konrad von Erbach den Brüdern Hug und Ruckelin von Hochhusen, Gefälle zu Schönnen für eine Messe am Marienaltar in Beerfelden zu stiften. 1370 dotieren Schenk Eberhard von Erbach und seine Ehefrau Elisabetz die von ihnen erbaute Kapelle in Erbach mit einem Hof und zwei Teilen des Zehnten, die sie von Albtrecht Starkeradt gekauf haben. 1398 blehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Eberhard von Erbach mit Schönnen. (1398-1400) belehnt Pfalzgraf Ruprecht Schenk Hans von Erbach mit mit seinem Teil an Schönnen. 1653 Pfälzischer Lehnsbrief für die Schenken von Erbach, desgleichen 1720. 1806 mit dem Amt Erbach an das Großherzogtum Hessen

Zehntverhältnisse:

1370 verkauft Albrecht Tuborn von Rimhorn den großen und klienen Zehnten an Schenk Eberhard von Erbach.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Im 16. Jahrhundert zu Michelstadt gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Erbach, Einführung der Reformation vermutlich um 1532.

Wirtschaft

Mühlen:

1290 vermacht Schenk Konrad von Erbach dem Kloster Schönau bei Heidelberg von der Mühle in Schönnen 13 Unzen Heller und eine Mastung.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schönnen, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14035> (Stand: 29.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde