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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 95. Steinau

Sarrod

Stadtteil · 370 m über NN
Gemeinde Steinau an der Straße, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9,3 km westlich von Schlüchtern

Ersterwähnung:

1292

Historische Namensformen:

  • Sarrenroth (1292)
  • Salmrade (15. Jahrhundert)
  • Sarnrode (1400)
  • Sarrod (1569)
  • Sarrode [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1392: Dorf.
  • Es wird vom Ende des 15. Jahrhunderts an als Wüstung bezeichnet, 1684 als adliges Gut.

Ortsteile:

  • Die Wohnplätze Rabenstein und Rebsdorf wurde am 01.04.1972 aus der ehemaligen Gemeinde Sarrod als Ortsteile in die Gemeinde Ulmbach benannt.

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3528422, 5579636
UTM: 32 U 528336 5577844
WGS84: 50.35199078° N, 9.398300615° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435028060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 704, davon 366 Acker (= 51.99 %), 221 Wiesen (= 31.39 %), 17 Holzungen (= 2.41 %)
  • 1961 (Hektar): 827, davon 141 Wald (= 17.05 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1790: 9 halbe Bauern, 5 Hintersiedler, 7 Hüttner
  • 1812: 22 Feuerstellen, 202 Seelen
  • 1885: 339, davon 11 evangelisch (= 3.24 %), 328 katholisch (= 96.76 %)
  • 1961: 348, davon 17 evangelisch (= 4.89 %), 331 katholisch (= 95.11 %)
  • 1970: 336

Diagramme:

Sarrod: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstabtei Fulda, Amt Ürzell
  • 1803: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt Ürzell
  • 1806-1810: Primatialstaat Karl Theodor von Dalbergs im Rheinbund, Fürstentum Fulda, Amt Salmünster
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Stadt und Amt Salmünster
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Salmünster
  • 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Schlüchtern

Gericht:

  • 1415 Gericht Ulmbach
  • Amtsgericht Salmünster
  • 1822: Justizamt Salmünster
  • 1867: Amtsgericht Salmünster
  • 1968: Amtsgericht Schlüchtern

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 in die Gemeinde Ulmbach und mit dieser am 1.7.1974 in die Stadt Steinau an der Straße eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Hanau nahm Ende des 15. Jahrhunderts an, dass Sarrod von der Herrschaft Trimberg an Hanau gekommen und hanauisches Lehen der von Mosbach sei. Fulda hielt es für ein fuldisches Lehen derer von Mosbach und setzte sich durch. Es war 1392 fuldisches Lehen derer von Herolz, 1448 derer von Virnkorn, 1453 derer von Mosbach, während Hanau 1505 den von Lauter mit seinem Recht an Sarrod belehnte, war es seit 1501 fuldisches Lehen derer von Mörle gen. Beheim, die es von denen von Reiprecht erkauft hatten, 1633 Daniels von Hutten, 1633-1680 der von Thüngen, 1682 derer von Mauchenheim und wurde 1684 an Fulda verkauft.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ulmbach

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Sarrod, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12552> (Stand: 16.10.2018)
 
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