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5723 Altengronau
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 103. Altengronau

Neuengronau

Ortsteil · 275 m über NN
Gemeinde Sinntal, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Mühle

Lagebezug:

10,5 km südöstlich von Schlüchtern

Historische Namensformen:

  • Nuwengruouwe (1295, Kop. XVI.)
  • Nova Gruna (1323)
  • Neuengrunauwe (1396, Kop. XVI)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3543195, 5570702
UTM: 32 U 543103 5568913
WGS84: 50.27078153° N, 9.604841274° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435027050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 458, davon 308 Acker (= 67.25 %), 112 Wiesen (= 24.45 %), 2 Holzungen (= 0.44 %)
  • 1961 (Hektar): 734, davon 410 Wald (= 55.86 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1587: 19 Schützen, 8 Spießer, 3 Hellebardierer, 1 Bindaxt
  • 1643: 5 Haushaltungen
  • 1812: 56 Feuerstellen, 403 Seelen
  • 1885: 444, davon 444 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 386, davon 363 evangelisch (= 94.04 %), 22 katholisch (= 5.70 %)

Diagramme:

Neuengronau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Schwarzenfels
  • 1803: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Schwarzenfels
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Schlüchtern

Gericht:

  • Ursprünglich eigenes Gericht, das vor 1453 nach Schwarzenfels verlegt wird.
  • Amtsgericht Schwarzenfels
  • 1822: Justizamt Schwarzenfels
  • 1867: Amtsgericht Schwarzenfels
  • 1932: Amtsgericht Schlüchtern

Herrschaft:

1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Schwarzenfels

Gemeindeentwicklung:

Seit 01.12.1969 Ortsteil von Altengronau, ab 01.07.1974 von Sinntal.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Ursprünglich zum Stift Fulda gehörig.
  • 1339 haben die Küchenmeister das Dorf inne, 1347 die von Hutten.
  • Das Sitft Fulda verpfändet 1351 seine Rechte denen von Thüngen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1167: Kirche (basilica)
  • 1396 Pfarrei erwähnt

Pfarrzugehörigkeit:

1167 Filialkirche von Ramholz, aber Eigenkirche von Schlüchtern.

Bis 1453 gehörte das Dort Zeitlofs mit seiner Kirche als Filiale zur Pfarrei Neuengronau.

Ebenso gehört vor 1602 das dann bis zum Ende des 30jährigen Krieges selbständige Altengronau dazu. Eingepfarrt ebenso Jossa.

Patronat:

Der Abt von Schlüchtern hatte das Patronatsrecht inne.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Urseler 1545-1565

Reformierter Bekenntniswechsel

Vor 1828 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

Bistum Würzburg, Kloster Schlüchtern

Wirtschaft

Mühlen:

Spielmühle an einem vom Lederhosenbach abzweigenden Betriebsgraben innerhalb des Ortsbereiches (zwischen 1920 und 1930 stillgelegt).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Neuengronau, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11433> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde