Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Langen-Bergheim

Ortsteil · 148 m über NN
Gemeinde Hammersbach, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km nordöstlich von Hanau

Lage und Verkehrslage:

Am Krebsbach gelegen

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1057)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3499902, 5566615
UTM: 32 U 499827 5564828
WGS84: 50.23561551° N, 8.997578335° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435013010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2054, davon 1712 Acker, 221 Wiesen, 72 Wald
  • 1961 (Hektar): 670, davon 158 Wald (= 23.58 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 937, davon 828 evangelisch (= 88.37 %), 107 katholisch (= 11.42 %)
  • 1970: 1168 Einwohner

Diagramme:

Langen-Bergheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1057: Wettereiba in der Grafschaft des Grafen Berthold (in pago Wedereyba in comitatu comitis Bertholdi)
  • 1787: Grafschaft Isenburg-Meerholz, Amt Marienborn (Gericht Eckhartshausen)
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Marienborn
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Marienborn (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Marienborn (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1970: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Hanau
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1787: Gericht Eckhartshausen
  • 1820: standesherrliches Amt Marienborn
  • 1822: landgericht Büdingen
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Altenstadt
  • 1968: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 zur Gemeinde Hammersbach (Kreis Hanau)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1057 schenkt König Heinrich IV. seinem Ministerialen Kuno in Anbetracht dessen treuer Dienste aufgrund der Intervention seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, das in der Wetterau in der Grafschaft Malstatt des Grafen Berthold gelegene Lehen und Gut zu Marköbel, Himbach und Langen-Bergheim, welches jener zu Lebzeiten seines Vaters, Kaiser Heinrichs III., besessen hat, nebst allem Zubehör sowie mit allen Gerechtsamen und Einkünften zu freiem Eigen.
  • 1342 bekunden Ritter Eberhard von Dorfelden und seine Ehefrau Karissima sowie ihre Söhne Konrad und Eberhard, dass sie der Äbtissin und dem Konvent zu Marienborn ihr Gut zu Langen-Bergheim, das Ritter Eberhard und Peter Gruning gekauft hatten, verkauft haben.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Zum Kirchspiel von Eckartshausen gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Eckartshausen, Einführung der Reformation vermutlich Anfang der 1540er Jahre.

Wirtschaft

Mühlen:

1854 wird die Untermühle als zugehörig erwähnt.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Langen-Bergheim, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12746> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde