Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Udenhain

Ortsteil · 297 m über NN
Gemeinde Brachttal, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14,7 km südwestlich von Schlüchtern

Lage und Verkehrslage:

Am Krötenbach gelegen

Ersterwähnung:

(1273-1291)

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3523726, 5575506
UTM: 32 U 523642 5573715
WGS84: 50.31507037° N, 9.332060357° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435005060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 425, davon 258 Acker (= 60.71 %), 93 Wiesen (= 21.88 %), 7 Holzungen (= 1.65 %)
  • 1961 (Hektar): 1017, davon 570 Wald (= 56.05 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1529: 19 Häuser
  • 1885: 615, davon 608 evangelisch (= 98.86 %), 2 katholisch (= 0.33 %), 5 Juden (= 0.81 %)
  • 1961: 730, davon 660 evangelisch (= 90.41 %), 68 katholisch (= 9.32 %)
  • 1970: 792 Einwohner

Diagramme:

Udenhain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • im 16. Jahrhundert: isenburgisches Amt Spielberg
  • 1787: Grafschaft Isenburg-Wächtersbach, Amt Wächtersbach, Gericht Spielberg
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Wächtersbach, Gericht Spielberg
  • 1816: Kurfüstentum Hessen, Amt Wächtersbach, Gericht Spielberg
  • 1821: Kurfüstentum Hessen, Kreis Salmünster
  • 1830: Kurfüstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
  • 1848: Kurfüstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfüstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Gelnhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gelnhausen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Gelnhausen

Gericht:

  • Im 16. Jahrhundert mit dem Gericht Spielberg vereinigt
  • 1787: Gericht Spielberg
  • 1822: Kurfürstlich-Hessisches Gräflich-Isenburgisches Justizamt Wächtersbach
  • 1850: Justizamt Wächtersbach
  • 1867: Amtsgericht Wächtersbach
  • 1968: Amtsgericht Gelnhausen

Gemeindeentwicklung:

Seit 1.7.1974 Ortsteil der Gemeinde Brachttal

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Gericht, zu dem noch Hellstein und Neuenschmidten gehörten, war vom Reich an Weilnau verpfändet. Isenburg sollte es 1331 lösen, doch wurde zunächst Trimberg 1333 vom Kaiser belehnt und Isenburg kam erst 1335 in Pfandbesitz.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1340: Pfarrer

Patrozinien:

  • Martin (1461)

Pfarrzugehörigkeit:

Um 1375 zum Landkapitel Roßdorf. Hellstein war Filiale, 1543 auch Schlierbach und Spielberg. Seit 1753 ist Udenhain Filiale von Hellstein.

Patronat:

1461: Herren von Isenburg zu Büdingen. Gleichzeitig beanspruchte es auch der Abt von Fulda.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Wolfrich 1545(?)-1565, Pfarrer in Udenhain und Hellstein

Reformierter Bekenntniswechsel

Vor 1822 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Mariengreden in Mainz, Dekanat Roßdorf

Juden:

1905 lebten in Udenhain 6 Juden, sie gehörten zur Gemeinde Hellstein.

Wirtschaft

Mühlen:

Mühlen am Krötenbach belegt

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Udenhain, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12702> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde