Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Oberstedten

Stadtteil · 233 m über NN
Gemeinde Oberursel (Taunus), Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3 km westlich von Bad Homburg

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt ca. 3 km nördlich von Oberursel.

Ersterwähnung:

817

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (817)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3469763, 5565721
UTM: 32 U 469700 5563935
WGS84: 50.22680387° N, 8.575213148° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434008010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 913, davon 204 Acker (= 22.34 %), 90 Wiesen (= 9.86 %), 577 Holzungen (= 63.20 %)
  • 1961 (Hektar): 915, davon 383 Wald (= 41.86 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 942, davon 898 evangelisch (= 95.33 %), 44 katholisch (= 4.67 %)
  • 1961: 3212, davon 2404 evangelisch (= 74.84 %), 630 katholisch (= 19.61 %)
  • 1970: 4201 Einwohner

Diagramme:

Oberstedten: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • (802-817): Niddagau (in pago Nithehgou)
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Stadt und Amt Homburg vor der Höhe
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Herrschaft Hessen-Homburg
  • 1816: Landgrafschaft Hessen-Homburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Obertaunuskreis

Gericht:

  • 1452 erhält Friedrich Brendel von Homburg Dorf und Gericht als Mannlehen von Gottfried von Eppstein

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung von Oberstedten, Oberursel (Taunus), Stierstadt und Weißkirchen in die neu gebildeten Stadtgemeinde Oberursel.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (802-817) ist eine Privatschenkung an das Kloster Fulda belegt. 817 tauscht Kaiser Ludwig der Fromme mit dem Kloster Fulda den Ort Bingenheim im Gau Wetterau mit etwa 87 Bauernstellen, wie ihn Graf Burchard zu Lehen hatte, gegen das Klostergut in Harheim und Steden im Niddagau am Fluss Nidda mit etwa 39 Bauernstellen und einer Salzquelle, [einen Weinberg in Bingen] und zwei kleine Bauernstellen in (Helisa) [jenseits des Rheins].
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1229: Kaplan
  • 1340: Pleban

Pfarrzugehörigkeit:

Seit 1361 war Obertstedten eine eigenständige Pfarrei. Zur Pfarrei gehörte Bad Homburg.

Nach Einführung der Reformation mit der Pfarrei Bad Homburg verbunden.

Patronat:

Das Patronat gehörte seit 1361 dem Kloster Ilbenstadt.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526, danach von Bad Homburg versehen.

Kirchliche Mittelbehörden:

Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig

Im 15. Jahrhundert war der Ort nicht der Sendgerichtsbarkeit des Archidiakons unterworfen.

Wirtschaft

Mühlen:

1457 war das Dorf Niederstedten in die Mühle zu Oberstedten gebannt [HStAM Urk. 96 Nr. 1221].

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberstedten, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11375> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde