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5816 Königstein (Taunus)
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Herzogtum Nassau 1819 – 42. Königstein

Schneidhain

Ortsteil · 290 m über NN
Gemeinde Königstein im Taunus, Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13,5 km südwestlich von Bad Homburg.

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt 1,7 km südwestlich von Kronberg.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Frankfurt am Main/Höchst – Königstein (Inbetriebnahme der Strecke 24.2.1902).

Historische Namensformen:

  • Sneithan (um 1215-1222) [Kopialbuch von St. Stephan, Mainz: Rotulus iurium et bonorum ecclesiae Sancti Stephani Moguntinae/Cartulaire de St. Etienne de Mayence. Nationalbibliothek Paris, Fonds Latin Nr. 17 794, S. 183-185. Teilabdruck bei Bodmann, Rheingauische Alterthümer 1, S. 43 Anm. k]
  • Sneithagin (1222)
  • Sneithane (1280)
  • Sneithayn (1323)
  • Sneytheym (1351)
  • Schneidtheim (1619)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3460816, 5559750
UTM: 32 U 460757 5557966
WGS84: 50.17260061° N, 8.450451998° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434005040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 116, davon 64 Acker (= 55.17 %), 20 Wiesen (= 17.24 %), 23 Holzungen (= 19.83 %)
  • 1961 (Hektar): 116, davon 6 Wald (= 5.17 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 223, davon 55 evangelisch (= 24.66 %), 168 katholisch (= 75.34 %)
  • 1961: 1286, davon 535 evangelisch (= 41.60 %), 706 katholisch (= 54.90 %)
  • 1970: 1750 Einwohner

Diagramme:

Schneidhain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Obertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Königstein
  • 1849: Justizamt Königstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
  • 1867: Amtsgericht Königstein

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 wurde Schneidhain im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil in die neu gebildete Stadtgemeinde Königstein im Taunus eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • ecclesia; Kuratkirche (um 1212-1222), die ein Kaplan aus Königsberg versorgt
  • Pleban (1422)

Pfarrzugehörigkeit:

Der Zeitpunkt der Abtrennung von Sulzbach ist nicht bekannt. Zur Pfarrei Schneidhain gehörte Anfang des 13. Jahrhunderts die heutige Wüstung Diethelshain.

Patronat:

Das Patronat gehörte bis 1473 denen von Eppstein Münzenberg. Danach kam es durch Tausch in den Besitz derer von Eppstein-Königstein.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1582

Katholischer Bekenntniswechsel: 1626, in den 1630er Jahren unter schwedischer Herrschaft wieder evangelisch

Seit 1650 besteht eine reformiert-katholische Simultankirche.

Kirchliche Mittelbehörden:

Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schneidhain, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11396> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde