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Herzogtum Nassau 1819 – 30. Feldberg

Oberems

Ortsteil · 415 m über NN
Gemeinde Glashütten, Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

Oberems liegt 15,3 km westlich von Bad Homburg.

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt 2,5 km nördlich von Glashütten.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3457678, 5567004
UTM: 32 U 457620 5565217
WGS84: 50.23759583° N, 8.405719992° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434003020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 659, davon 112 Acker (= 17.00 %), 77 Wiesen (= 11.68 %), 427 Holzungen (= 64.80 %)
  • 1961 (Hektar): 664, davon 437 Wald (= 65.81 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1566: 35 Haush.
  • 1648: 10 Haush.
  • 1821: 225 Einwohner
  • 1885: 269, davon 262 evangelisch (= 97.40 %), 7 katholisch (= 2.60 %)
  • 1961: 416, davon 361 evangelisch (= 86.78 %), 52 katholisch (= 12.50 %)
  • 1970: 548 Einwohner

Diagramme:

Oberems: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1566: Amt Idstein
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Idstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VII (Kreisamt Idstein)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Untertaunuskreis
  • 1886: Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Usingen
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Main-Taunus-Kreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Main-Taunus-Kreis

Gericht:

  • 1486 zum Gericht in der Ems gehörig.
  • 1816: Amt Idstein
  • 1849: Justizamt Idstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Idstein
  • 1867: Amtsgericht Idstein

Herrschaft:

Im Jahre 1651 gab es Differenzen zwischen Nassau-Idstein und dem Erzbistum Mainz um die Grenze zwischen Oberems und Oberjosbach.

1782 führen beide Parteien einen rechtstsreit um den Emser Forst.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit der Gemeinde Glashütten zur neu gebildeten Gemeinde Glashütten zusammengeschlossen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1274 überträgt das Peterstift zu Mainz Güter, welche es von Hartmut von Sachsenhausen geschenkt bekommen hatte, als Lehen an das Haus Eppstein.
  • 1413 erwerben die Reifenberg Besitzungen zu Oberems.
  • 1428 hält Dietrich von Hattstein die Burg als idsteinisches Lehen, wozu auch ein Anteil am Burghafer "In der Ems" gehört.1484 wird der idsteinische Burgmann Henne von Hochweisel mit Hafer-Geld und Kapaunengülten belehnt.
  • 1476 verkauft Graf Philipp von Nassau-Weilburg Leibeigene in Oberems an Walther von Reifen

Zehntverhältnisse:

Um 1250 überträgt Gottfried von Eppstein den Zehnten zu Oberems als Lehen an Degenhard von Idstein.

1346 verpfändet die walramische Linie des Hauses Nassau den Geld- und Fruchtzehnten zu Oberems an Marsilius von Reifenberg.

1476 werden die eppsteinischen Zehnten "In der Ems" an Karl von Monreal, Adam Stockheim und Markolf Rose verkauft.

Kirche und Religion

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1527.

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Kirberg gehörig

Bis 1612 dem Kirchspiel Heftrich zugehörig und danach dem Kirchspiel Oberrod angehörig.

Kultur

Historische Ereignisse:

1653 Streit um die Brickenmühle

1486 wurde der Weide- und Viehstreit zwischen den Gerichten Ems und Esch in Reifenberg beigelegt.

Wirtschaft

Zoll:

1573 wird die königsteinische "Notbede" im Gericht "In der Ems" erhoben.

1782 befindet sich die hafergülte im Besitz des Erzbistums Mainz.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberems, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11586> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde