Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Gundernhausen

Ortsteil · 159 m über NN
Gemeinde Roßdorf, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km südwestlich von Dieburg

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3484960, 5525975
UTM: 32 U 484891 5524204
WGS84: 49.87005618° N, 8.789743473° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432020010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2698, davon 1314 Acker, 497 Wiesen, 794 Wald
  • 1961 (Hektar): 675, davon 208 Wald (= 30.81 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 735 Einwohner
  • 1961: 1754, davon 1324 evangelisch (= 75.48 %), 382 katholisch (= 21.78 %)
  • 1970: 2584 Einwohner

Diagramme:

Gundernhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1581 und 1783: Amt Lichtenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Amt Lichtenberg, Cent Ober-Ramstadt, Rosdorfer Reiswagen
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Lichtenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Lichtenberg
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Reinheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Reinheim
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Dieburg

Gericht:

  • Centgericht Ober-Ramstadt
  • 1821: Landgericht Lichtenberg
  • 1848: Landgericht Reinheim
  • 1879: Amtsgericht Reinheim
  • 1905: Amtsgericht Dieburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Gemeinde Roßdorf

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1250 und 1257 erneuert der Abt von Fulda die Lehen der Grafen Dieter und Eberhard von Katzenelnbogen, u.a. in Gundernhausen. 1318 fällt Gundernhausen und der Hof mit allen seinen Rechten Graf Eberhard von Katzenelnbogen zu. 1450 bekennt Graf Philipp von Katzenelnbogen, Gundernhausen vom Abt von Fulda zu Lehen zu tragen. 1490 hat Landgraf Wilhelm von Hessen Gundernhausen von Fulda zu Lehen.

Zehntverhältnisse:

1397 ist Kloster Höchst im Besitz des Zehnten.

Im 16. Jahrhundert hat der Landgraf von Hessen den Zehnten.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Vor 1307 Kapelle errichtet
  • 1412 Kapelle vor dem Schloss
  • 1412/1428 Kaplan
  • 1747 Niederlegung der alten Kirche und Neubau bis 1750 (Einweihung)

Patrozinien:

  • Cyriakus

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche ursprünglich Lengfeld

1412 eigene Pfarrei

bis 1575 von Roßdorf versehen, danach eigenständig

Patronat:

1307 ist das Patronatsrecht bei den Herren von Bickenbach, 1412 bei den Schenken von Erbach

1575 Landgrafen von Hessen

Bekenntniswechsel:

Da bis 1575 von Roßdorf versehen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Roßdorfer Pfarrer Johannes Petermann ab 1527.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Johannes Weibelius 1575-1579

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat

Wirtschaft

Wirtschaft:

1856 werden an der Lärchenkopfschneise Kupfererze nachgewiesen und gemutet.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gundernhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13424> (Stand: 16.10.2018)
 
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